Was genau ist dieses CBD eigentlich?

CBD ist ein Bestandteil der Hanfpflanze, die schon seit Jahrtausenden eine bewährte Nutzpflanze ist. Damit fällt es in die gleiche Kategorie wie THC, allerdings gibt es zwischen beiden Cannabinoiden erhebliche Unterschiede. Insgesamt kommen in der Hanfpflanze mehr als 100 Cannabinoide vor, die wenigsten von ihnen sind bis jetzt aber ausreichend erfordert. Die meisten Forschungen wurden bislang um THC betrieben, doch auch CBD ist auf dem Vormarsch.

 

Bereits jetzt konnten interessante Erkenntnisse gewonnen werden. Das Cannabinoid CBD ähnelt den vom Körper produzierten Endocannabinoiden, die im sogenannten Endocannabinoid-System selbst hergestellt werden. Äußerlich zugeführtes CBD hat die Fähigkeit, sich an dieses System anzudocken und damit die Prozesse des Körpers in vielen Bereichen zu unterstützen. Die am häufigsten nachgesagten Einsatzbereiche sind:

  • Angststörungen und depressive Verstimmungen
  • chronischer Stress und Hektik
  • chronische Entzündungen
  • Kopfschmerzen
  • Menstruationskrämpfe bei Frauen 

Wie funktioniert CBD für den menschlichen Körper

Marihuana ist dafür bekannt, dass es eine psychogene Wirkung aufweist. Diese Wirkungsweise ist auf den Inhaltsstoff THC zurückzuführen. Eng verwandt sind die beiden Cannabinoide aber trotzdem. Wissenschaftlich konnte bereits nachgewiesen werden, dass die berauschende Wirkung des THC bei CBD unabhängig der Dosierung nicht vorkommt. Konsumenten fühlen sich nicht high, denn das Cannabinoid wirkt anders auf den Körper als THC.

Dadurch wird es möglich, die bewiesenermaßen positiven Einflüsse der Hanfpflanze auf die eigene Gesundheit zu nutzen, ohne dabei einen Rauschzustand hervorzurufen. In Deutschland ist CBD heute bereits als Arzneimittel zugelassen und kann bei Bedarf sogar von Ärzten verordnet werden.

Deutlich beliebter sind jedoch CBD-Produkte, die von seriösen Onlineshops als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben werden. Die gesetzlichen Vorgaben sorgen dafür, dass Anwender abgesichert sind. So darf der THC-Gehalt nicht mehr als 0,2 % betragen und die Gewinnung des Hanfs muss in einem kontrollierten Anbaugebiet erfolgt sein.

Wie wird CBD angewandt?

Die meisten Nutzer verwenden CBD als Vollspektrum-Öl. Es wird hier auf verschiedene Konzentrationen gesetzt, am gängigsten sind 5 % und 10 %. Eine exakte Einnahmeverordnung, die auf alle Anwender zutrifft, gibt es nicht. Es kann einige Tage oder auch Wochen dauern, bis die gewünschte Dosierung erreicht worden ist. Dabei wird nach einem bestimmten Dosierungsschema vorgegangen:

 

  • Am ersten Tag der Anwendung 2 – 3 Tropfen CBD-Öl
  • Dosierung über eine Woche beibehalten
  • Bei nicht erfolgter Wirksamkeit Aufdosierung um weitere 2 Tropfen
  • Dosierung erneut eine Woche beibehalten
  • Weitere Aufstockung bis zum gewünschten Wohlfühleffekt

CBD wirkt nicht akut, sondern meist über einen längeren Zeitraum. Es ist weniger geeignet bei akuten Kopfschmerzen, deutlich besser hingegen bei chronischen Beschwerden. Daher wird eine einwöchige Beibehaltung der aktuellen Dosierung empfohlen. Erst wenn sich bis dann immer noch keine Wirkung gezeigt hat, kann die Dosis langsam erhöht werden.

Als „Standardmenge“ werden pro Tag zwischen 20 und 100 mg CBD angesehen. Wie eine Person jedoch im Einzelnen auf CBD reagiert und ab welchem Wert sich die gewünschte Wirksamkeit einstellt, ist individuell verschieden. Ein wichtiger Aspekt ist außerdem, warum das Vollspektrum-Öl eingenommen wird.

In den meisten Fällen wird das Vollspektrum-Öl direkt unter die Zunge gegeben.
In den meisten Fällen wird das Vollspektrum-Öl direkt unter die Zunge gegeben. | Bild: Pixabay © Erin_Hinterland CCO Public Domain

Hat CBD Nebenwirkungen und wenn ja, welche??

Die meisten Anwender berichten davon, dass sie CBD gut vertragen und keine negativen Wirkungen verspürt haben. Die Entscheidung für das Cannabinoid fällt bei vielen Nutzern aus gravierenden Gründen. So können eine chronische Schmerzstörung mit drohender Berufsunfähigkeit, eine ausgeprägte Angststörung oder aber auch die Gefahr eines Burnouts Gründe für die Einnahme sein.

Ganz wichtig zu beachten: Nehmen Sie CBD niemals als Ersatz zu Ihren vom Arzt verordneten Arzneien ein. Wenn Sie bereits Medikamente nehmen, fragen Sie Ihren Arzt, ob eine Kombination mit CBD möglich ist. Es handelt sich bei dem Cannabinoid nicht um einen Medikamentenersatz, sondern um eine oft sinnvolle Ergänzung, um die Behandlungserfolge zu stärken.

Nebenwirkungen werden nur selten berichtet und treten meist zu Beginn der Behandlung auf. Wird zu viel CBD eingenommen, kann der Magen-Darm-Trakt empfindlich reagieren. Es kann zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall kommen. Die Symptome sind leichter Natur und limitieren sich schnell von selbst. Wenn eine zu hohe Dosis als Auslöser in Betracht kommt, muss diese reduziert werden. Wenn sich eine generelle Unverträglichkeit zeigt, sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

Fazit: CBD als nicht berauschende Alternative zu THC

Auch wenn einige Ärzte in Deutschland Marihuana bereits als Medikament verordnen, ist THC noch nicht legal. Die Wirkungsweise dieses berauschenden Cannabinoids ist aber weltweit am besten wissenschaftlich erfolgt. Doch um ein Rezept zu erhalten, müssen alle vorhandenen Therapieoptionen ausgeschöpft worden sein. Es kommt hinzu, dass selbst dann nicht jede Krankenkasse für die Kosten aufkommt. CBD ist als nicht berauschende Alternative eine sehr gern genutzte Möglichkeit, die positiven Effekte der Hanfpflanze auszunutzen und dabei auf bewusstseinsverändernde Wirkaspekte zu verzichten.