«Ich habe alles gegeben, meine Familie hat mich bedingungslos unterstützt und ich glaube, wir haben das bis jetzt wirklich super gemacht», schrieb die 33 Jahre alte Rennrodlerin bei Instagram. «Jetzt so kurz vor dem Ziel aufzugeben und es nicht zu versuchen, wäre nicht richtig. Das würde ich mir vielleicht mein Leben lang vorwerfen - oder mich zumindest ärgern.»

Erfahrungen bei einem Test-Wettbewerb im vergangenen Jahr hatten sie an einem Start bei Olympia (4. bis 20. Februar) zweifeln lassen. «Ich habe, nach dem was wir im November in China erlebt haben, seeeehr lange nachgedacht, ob ich nochmal nach Peking fliegen will. Letztendlich hab ich mich jetzt dafür entschieden», schrieb Geisenberger.

Sie habe die Bedingungen in China beim Internationalen Olympischen Komitee angesprochen und «Lösungen gefordert». Das IOC hatte nach Angaben von Präsident Thomas Bach auf Athleten-Kritik an den Umständen bei den Testwettbewerben reagiert und Verbesserungen für die Winterspiele in Peking erwirkt.

Geisenberger war im November in China nach dem Flug aus Frankfurt irrtümlich als Kontaktperson einer positiv getesteten Person eingestuft worden und musste sich in der Nähe der Olympia-Bahn in Yanqing im Hotel zunächst in Isolation begeben. Neben der 33-Jährigen berichteten weitere deutsche Rodler ähnlich kritisch über ihre Erfahrungen mit den strengen Corona-Schutzmaßnahmen.