Karlsruhe Qualifikant im Finale der Baden-Open: Dustin Brown trifft auf Florian Mayer

Das Finale steht fest und ungleicher könnten die Kontrahenten nicht sein. Florian Mayer trifft auf Dustin Brown - der ehemalige Weltranglisten 33. und Wimbledon Viertelfinalist gegen den jamaikanischen Qualifikanten und Publikumsliebling der Baden-Open.

Dieses Finale hätte wohl niemand für möglich gehalten. Doch der Reihe nach. Im ersten Halbfinale des Tages musste Florian Mayer vor vollen Rängen die Hürde Julian Reister überwinden – immerhin Bezwinger von Matthias Bachinger, der wiederum den an Eins gesetzten Michael Berrer besiegte. Mayer machte sich das Leben erneut schwer, nachdem er den ersten Satz mit 6:4 gewann und im zweiten Satz zu viele Fehler in seinem Spiel hatte. So ging der zweite Satz mit 6:2 verloren, auch weil Reister aufdrehte. Im dritten Satz war das Aufschlagspiel von Reister beim Stand von 1:3 der Knackpunkt.

Nachdem beide Spieler bis zu zehnmal über Einstand gehen mussten - "wir haben uns beide extrem dämlich angestellt" (Mayer) - holte sich Mayer letztendlich doch das Break und sorgte damit für die Vorentscheidung. Bei Reister lief nicht mehr viel zusammen und er musste sich schließlich mit 1:6 im dritten Satz nach über zwei Stunden Spielzeit geschlagen geben. Reister muss man zu Gute halten, dass er sehr bemüht war, jedoch in den entscheidenden Phasen zu viele Chancen ungenutzt ließ. Auch das Glück kam Florian Mayer entgegen, dem ungewöhnlich viele Netzrollerpunkte in die Karten spielten. Nach dem Spiel nahm der Bayreuther seinen Gegner in Schutz: "Ich hab dem Julian vorhin auch gesagt, dass es bei den Bedingungen sauschwer war zu spielen. Es war einfach extrem windig."

Mayer, der seinen ersten Satzverlust bei den Baden-Open hinnehmen musste, trifft nun im Finale auf den Qualifikanten Dustin Brown – DIE Überraschung des Turniers. Ihn hatte keiner auf dem Zettel gehabt, geschweige denn im Finale erwartet. Im Match gegen Dominik Meffert gelang Brown der große Coup und er sicherte sich durch einen Zweisatz-Sieg mit 7:6 (8:6) und 6:3 das Finalticket - sein erstes Challenger-Finale überhaupt. Meffert war das lange Match des Vortages gegen den Spanier Pere Riba anzusehen. Er wirkte bei weitem nicht so spritzig und hatte große Probleme mit den unnachahmlichen Stopps vom Jamaikaner.

Infolgedessen konnte Meffert auch seine wenigen Chancen nicht nutzen, wie Brown bemerkte. "Er hatte mehrere Breakbälle und wenn er die nutzt, dann kann das Match auch anders ausgehen." Brown freut sich besonders darüber, "dass ich gerade hier im Finale stehe, weil ich mich hier sehr heimisch fühle". Für das Finale nimmt er sich vor, Mayer "ein bisschen zu ärgern". Ob es dabei bleibt oder vielleicht doch mehr wird, ist am Sonntag ab 14 Uhr zu betrachten. Im Doppelfinale werden sich zunähst der Australier Rameez Junaid mit seinem deutschen Partner Philipp Marx und Tomasz Bednarek (POL)/Aisam-Ul-Haq Qureshi Qureshi gegenüberstehen. Anschließend kommt es dann zum großen Showdown.

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