Karlsruhe Florian Mayer gewinnt Baden-Open

Auf dem bis zum letzten Platz gefüllten Center Court beim SSC Karlsruhe konnte sich im Finale der Baden-Open der Favorit Florian Mayer gegen den Jamaikaner Dustin Brown in zwei Sätzen durchsetzen.

"Das ist das Traumfinale der Baden-Open – sportlich sowie emotional", so Turnierdirektor Oliver Müller vor dem Duell erfreut. "Es ist zwar etwas Wehmut dabei, dass Michael Berrer bereits in der ersten Runde ausgeschieden ist, aber das liegt sicher auch mit daran, dass wir 2009 so stark besetzt waren. Allein in der ersten Runde hatten wir Duelle, die es in der Vergangenheit bereits als Challenger- Finals gab."

Dass das Finale der mit 60.000 Dollar dotierten Baden-Open eine einseitige Begegnung wurde, lag besonders an der Dominanz von Mayer, der eine souveräne Woche beim SSC hatte. Schon im ersten Satz ließ der Bayreuther überhaupt keine Zweifel aufkommen, wer am Ende des Finales als Sieger vom Platz gehen wird. Er wirkte sehr konzentriert und machte kaum Fehler. Dustin Brown dagegen fand im ersten Satz zu keinem Zeitpunkt zu seinem Spiel. Sowohl bei Aufschlägen als auch bei seinen gefürchteten Stopps hatte er große Probleme. "Am Anfang war ich sehr nervös", bestätigte Brown nach dem Spiel. Erst im zweiten Satz kam er endlich im Finale an.

Er spielte auf einmal viel lockerer auf, machte weniger Fehler und nahm Mayer den Aufschlag ab und ging mit 3:0 in Führung. Dann kam es jedoch wieder zu einem Bruch in seinem Spiel und er konnte nur noch ein Spiel gewinnen. "Ich habe im zweiten Satz am Anfang geführt, dann aber nachgelassen und es ging schließlich in die Hose", stellte Brown klar. Auch Mayer weiß, dass der zweite Satz auch anders hätte ausgehen können. "Dustin hat am Anfang vom zweiten Satz Super-Tennis gespielt und mir große Probleme bereitet. Er hat mich einfach überrumpelt." Nach einer Stunde holte Mayer sich nach zwei Sätzen mit 6:2 und 6:4 den Turniersieg bei den Baden-Open 2009. "Es war extrem schwer, weil ich favorisiert und der Druck viel höher war, als bei Dustin" – freute er sich über seinen Sieg. "Man kann sagen, dass ich beim Verzicht der French Open alles richtig gemacht habe“.

Beim Doppelfinale fanden die Baden-Open mit dem Duo Rameez Junaid (AUS)/Philipp Marx (Ravensburg) verdiente Sieger. Die Beiden setzten sich gegen den Polen Tomasz Bednarek und Aisam-Ul-Haq Qureshi aus Pakistan mit 7:5 und 6:4 durch. Marx attestierte dem Turnier bei der Siegerehrung ein Top-Niveau. "Was sind schon die French Open, wenn man bei den Baden-Open mit diesen tollen Fans spielen kann."

"Wir sind überwältigt vom Zuschauerzuspruch", erklärt ein sehr zufriedener Turnierdirektor Oliver Müller. Rund 12.000 Besucher kamen im Verlauf der Woche auf die Anlage und erlebten Tennis von Weltklasse und sorgten selbst für eine wunderbare Atmosphäre. Auch der erste Vorsitzende des SSC Karlsruhe war rundum zufrieden. "Für den SSC sind die Baden-Open die beste Image-Werbung", so Rudolph, "vor allem freut es mich, dass so viele engagierte SSC-Mitglieder zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben." Das großartige Engagement der vielen Ehrenamtlichen spiegelt sich durchaus auch in der Ehrung für den Projekltleiter vom Veranstalter msc sports wieder. Thomas Ohl wurde von der ATP zum stellvertretenden Turnierdirektor ernannt. "Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, Aber ohne die Vielzahl der Helfer, die sich vor und hinter den Kulissen eingebracht haben, wäre diese Ehre für mich nicht möglich gewesen."

"Es waren bislang die besten Baden-Open", fasste Müller die Turnierwoche zusammen, "wir werden für 2010 alles daran setzen, dieses Ergebnis überbieten zu können." Die Vorbereitungen für das kommende Jahr laufen bereits auf Hochtouren. Unter anderem wird dabei zum ersten Mal ein Titelsponsorenpaket angeboten. Viele Gespräche wurden in dieser Hinsicht bereits geführt. "Ich bin zuversichtlich, dass unsere Suche nach einem Titelsponsor erfolgreich sein wird. In den vergangenen Jahren hat sich die Marke Baden-Open etabliert und die diesjährige Ausgabe war die beste Werbung."

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