«Ich gebe zu, dass ich einen Fehler gemacht habe. Ich wollte niemals jemandem wehtun», sagte der Niederländer gegenüber «Het Laatse Nieuws» am Flughafen Brüssel. Van der Poel hatte in der Nacht vor dem WM-Rennen am 25. September einen Streit mit zwei Mädchen, die durch wiederholtes Klopfen an seine Tür seine Nachtruhe gestört hatten. Weil der 27-Jährige eines der Mädchen geschubst haben soll, war er wegen Körperverletzung angezeigt worden. Der Radsportler wurde in Australien zu einer Geldstrafe von umgerechnet 1000 Euro verurteilt und durfte anschließend die Heimreise antreten.

Der frühere Cross-Weltmeister widersprach der Version, er habe ein Mädchen geschubst. Van der Poel betonte, er habe das Mädchen am Arm gehalten. «Diese Gerüchte, dass ich jemanden geschubst hätte, sind nicht wahr. Es gibt zwei Seiten der Geschichte, aber in Australien war es schwierig, dass zu belegen», sagte der Alpecin-Profi. «Ich bitte um Entschuldigung, dass ich einen Fehler gemacht habe. Ich hätte das nicht tun sollen. Ich hätte die Rezeption anrufen sollen.»

Genau das hatte ihm auch der Richter mit auf den Weg gegeben. Van der Poel habe durch seine Handlungen das Gesetz in die eigenen Hände genommen. Durch die Anzeige hatte der Medaillenkandidat einen Großteil der Nacht vor dem WM-Rennen auf der Polizeiwache verbracht. Im Rennen selbst war er nach gut einer Stunde vom Rad gestiegen.