Hannover Ruderverband befördert Holtmeyer zum leitenden Bundestrainer

Erfolgscoach Ralf Holtmeyer wird im Deutschen Ruderverband die Funktion als leitender Bundestrainer übernehmen, teilte der DRV mit.

Der einstige Trainer des Deutschland-Achters soll künftig die Strukturen im Leistungssport stärken, um bei den Olympischen Spielen 2020 und 2024 ein schlagkräftiges DRV-Team an den Start zu bringen.

Nach den Olympischen Spielen in London hatte Holtmeyer ähnliche Überlegungen noch verworfen. «Diesmal war die Situation eine andere», erklärte der 61-Jährige, der Optimierungsbedarf sieht. «Ich mache mir schon ein paar Sorgen im DRV. Im Moment haben wir generell eine kleine, nacholympische Delle.»

Holtmeyer will sich zunächst einen Überblick verschaffen: «Wichtig ist, dass wir uns die richtigen Fragen stellen müssen, wie es weitergeht. Man darf nicht die Orientierung verlieren. Man muss andererseits auch in einen konsequenten Dialog mit den leistungssportorientierten Vereinen treten, die sich ja auch einen Kopf darüber machen, wie es im deutschen Rudersport weitergeht.»

Holtmeyer löst den bisherigen Cheftrainer Marcus Schwarzrock ab, der die Verantwortung als Disziplintrainer für den Bereich Männer-Skull übernimmt. Uwe Bender bleibt Achter-Trainer und verantwortlich für den Männer-Riemenbereich. «Wir freuen uns, dass wir mit Ralf Holtmeyer den Weg der Neuausrichtung unserer Nationalmannschaften nun gemeinsam gehen werden», sagte DRV-Präsident Siegfried Kaidel.

Der Umbau dürfte eine Reaktion sein auf das schwache Abschneiden der deutschen Flotte bei der Ruder-WM Ende September in Sarasota/Florida. Dort hatte der DRV in den 14 olympischen Bootklassen nur eine Medaille gewonnen - Gold durch den Deutschland-Achter. Holtmeyer hatte in diesem Jahr nicht den Achter trainiert, den er zu zwei Olympiasiegen (1988, 2012) sowie zahlreichen WM-Titeln geführt hatte, sondern sich um den Riemen-Juniorenbereich gekümmert.

Eigentlich sollte Holtmeyer im kommenden Jahr wieder das deutsche Flaggschiff übernehmen. Nun will er auch seine langjährige Erfahrung als Trainer am Bundesleistungsstützpunkt in Dortmund einbringen: «Man kann Dortmund nicht imitieren. Aber ich denke, dass gewisse Prinzipien von hier in den Verband ausstrahlen können.»

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