Hockenheim ADAC GT Masters: Margaritis und Lunardi machen ihr Meisterstück

Das war eine wahre Glanzleistung: Alexandros Margaritis (27, Köln) und Dino Lunardi (32, F) haben sich in Hockenheim vorzeitig die Meisterschaft im ADAC GT Masters gesichert und lösten damit die letztjährigen Titelträger Albert von Thurn und Taxis und Peter Kox ab. Bei Traumwetter fuhren die neuen Champions im BMW Alpina B6 des Liqui Moly Team Engstler mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum Titel.

Dino Lunardi legte mit einem perfekten Start von der Pole Position den Grundstein zum Sieg. Der Franzose bog vor dem a-workx-Porsche 911 von Sebastian Asch (25, Ammerbuch) in die erste Kurve ein, während Ferdinand Stuck Pech hatte. Der jüngste Sohn von Hans-Joachim „Striezel“ Stuck musste in der ersten Kurve die weite Außenbahn wählen und kehrte nur als Sechster aus der Startrunde zurück.

An der Spitze hielt Asch den Kampf um die Führung spannend, denn Lunardi konnte sich nicht entscheidend von seinem Verfolger absetzen. Erst kurz vor dem Fahrerwechsel auf Teamkollege Alexandros Margaritis lagen 3,1 Sekunden zwischen den beiden Führenden. Doch dann hatte Asch Pech und schied nach einer Kollision mit dem Lamborghini von Ex-Meister Peter Kox (47, NL) aus. Von da konnten Lunardi/Margaritis unbedrängt zum Sieg und zum Titel fahren, die Stuck-Brüder sahen die Zielflagge schließlich 11,5 Sekunden hinter dem giftgrünen BMW Alpina auf Rang zwei.

"Jetzt wird gefeiert!"

„Ein perfektes Rennen“, jubelte Lunardi. „Den Titel auf diese Weise zu gewinnen, ist einfach fantastisch. Ich bin richtig erleichtert, denn wir wollten unbedingt verhindern, dass die Titelentscheidung vertagt wird, damit der Druck auf uns nicht noch größer wird.“ Alexandros Margaritis steuerte den BMW Alpina über die Ziellinie und erlebte dabei ein Wechselbad der Gefühle. „In den letzten drei Runden war es ein Genießen, ein Hoffen und ein Angst haben, dass doch noch etwas passiert. Gegen Rennende hatten alle Fahrer auf der Strecke Reifen und Bremsprobleme, und ich habe noch nie so genau in das Auto gehorcht. Jetzt wird gefeiert!“

Podiumsplätze in der Schlussphase hart umkämpft

Hinter dem Siegerduo waren die beiden weiteren Podiumsplatzierungen kurz vor dem Rennende hart umkämpft. Nach dem Ausfall des a-workx-Porsche von Asch/Ammermüller übernahmen Diego Alessi (39, I) und Daniel Keilwitz (22, Villingen) in einer Callaway-Corvette die Rolle der Verfolger. Doch nach einem Reifenschaden drei Runden vor dem Rennende fiel Keilwitz bis auf Platz 18 zurück.

Auch ADAC GT Masters-Debütant und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Mario Farnbacher (19, Ansbach) hatte zusammen mit Niclas Kentenich (23, Neuss) im Ferrari 458 Italia von Farnbacher ESET Racing Pech. Farnbacher beeindruckte in der ersten Rennhälfte mit dem starken dritten Platz, doch nach einer Durchfahrtsstrafe kam der ADAC Formel Masters-Aufsteiger zusammen mit Kentenich auf Platz sechs ins Ziel.

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