Karlsruhe Horst Schmitz tritt zurück

Immer voller Einsatz für die BG: Horst Schmitz (Foto: ka-news)
Was Horst Schmitz gestern in der Pressekonferenz nach der Niederlage der BG Karlsruhe gegen die Telekom Baskets Bonn bereits angedeutet hat (ka-news berichtete), hat er nun vollzogen. Heute teilte er der Geschäftsleitung mit, dass er sein Amt als Headcoach nach diesem Sonntag zur Verfügung stellt.

Er sehe sich nicht mehr in der Lage, der Mannschaft im Abstiegskampf die entscheidenden Impulse zur Trendwende im Kampf um den Klassenerhalt zu geben. Horst Schmitz hat sich angesichts der sportlichen Entwicklung der BG Karlsruhe schon länger seine Gedanken, und es sich selbst nicht einfach gemacht. Die BG respektiert diese Entscheidung, behält aber weiter die vor dem 2. Advent 2005 kommunizierte Variante bei. Schmitz ist damals vom Interims- zum Headcoach befördert worden. Beide Seiten einigten sich auf eine längerfristige Zusammenarbeit bis zum 30. Juni 2008, wobei Schmitz ab einem noch zu bestimmenden Zeitpunkt durchaus auch als Sportdirektor fungieren könnte. Eine Entscheidung diesbezüglich steht zu diesem Zeitpunkt noch aus.

Gegen Köln das letzte Mal an der Seitenlinie

Die vorzeitige Beendigung der ursprünglich längerfristig geplanten Zusammenarbeit in dieser Form wirft die Frage auf, wer das Team nach dem Spiel gegen den Deutschen Meister RheinEnergie Köln coachen wird. Denn die Entscheidungsträger der BG bevorzugen die Variante, einem neuen Mann die Chance zu geben; Pat Elzie nicht zum Headcoach zu befördern. Viel Zeit bleibt der BG bei der Suche nach dem "Neuen" nicht: Bei der Rückkehr der Spieler aus dem Weihnachtsurlaub soll der neue Headcoach präsentiert werden, der am 10. Januar beim Auswärtsspiel der BG in Paderborn das erste Mal als Verantwortlicher auf dem Scoutingbogen stehen wird.

Horst Schmitz wird am Sonntag gegen RheinEnergie Köln das letzte Mal als Headcoach der BG am Rand stehen. Und vielleicht werden die Fans ihm dann noch einmal den Respekt und die Dankbarkeit zollen, die er mit seinem selbstlosen Engagement verdient hätte. 2003 ist er als Spieler in die Bundesliga aufgestiegen, wechselte dann als Co-Trainer in den Betreuerstab der BG, wo er erst Stefan Koch und später Uwe Sauer unterstützte. Als Letzterer nach dem schwachen Saisonstart der Badener 2005 den Verein verließ, wurde Horst Schmitz zum Interimscoach berufen. In dieser Position gelang ihm nach den verlorenen Spielen gegen Tübingen und ALBA eine bemerkenswerte Trendwende mit drei Siegen in Folge gegen Leverkusen, Frankfurt und Giessen ehe er am 2. Advent 2005 zum Headcoach der BG befördert wurde.

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