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Karlsruhe Neues KSC-Stadion: Eine Gegenüberstellung

Um in der Fülle der Informationen, die sich inzwischen über einen langen Zeitraum angesammelt haben, einmal Klarheit zu schaffen, sind hier auf einen Blick die beiden noch in der Diskussion befindlichen Varianten eines neuen KSC-Stadions vorgestellt. Es heißt also: Neubau am Wildpark versus Neubau am Gleisdreieck.

Entwürfe

Der aktuelle Entwurf für einen Neubau am Wildpark wurde vom Frankfurter Planungsbüro Albert Speer & Partner erstellt und als "optimierte" Lösung vorgelegt. Der Unterschied zum zuvor angedachten Umbau des Stadions liegt darin, dass jetzt auch am Wildpark ein Neubau, inklusive Abriss der 1993 renovierten Haupttribüne, vorgesehen ist. Als Fundament für das neue Bauwerk sollen die alten Wälle des Wildparkstadions dienen. Ein Zeitplan ist bislang nicht bekannt ("Neue Variante fürs KSC-Stadion").

Der Entwurf für den Neubau am Gleisdreieck stammt von der Hamburger Firma Newport. Der neuen "Arena Karlsruhe" soll ein Plateau vorgelagert sein, so dass einer der Eingänge auf sieben Metern Höhe liegen würde. Newport plant die Fertigstellung der neuen Arena zur Saison 2013/2014 ("'Arena Karlsruhe' für den KSC").

Standorte

Bei der von der Stadt favorisierten Variante soll der alte Standort auch der neue Standort werden. Bis auf Höhe und Größe des Stadions würde sich nicht viel ändern.

Der von Newport vorgelegte Entwurf soll am Gleisdreieck, auf der Fläche des Kleingartenvereins Mastweide, entstehen. Die Kleingärtner müssten für den Bau umziehen, der Gleisbauhof soll jedoch nicht verlegt werden. 

Zuschauer

Das neue Stadion am Wildpark soll mit einer Kapazität von etwa 40.000 Zuschauern um 5.000 Plätze größer werden als das alte Wildparkstadion.

In der "Arena Karlsruhe" sollen insgesamt 42.000 Sitzplätze und 5.000 Stehplätze geschaffen werden. Damit wäre auch die Länderspieltauglichkeit gewährleistet. Das Stadion soll mit 48 Logen à 15 Plätzen sowie 1.700 Business-Seats und 2.420 Hospitality-Plätzen ausgestattet werden.

Kosten

Die Kosten für einen Neubau am Wildpark wurden bislang auf 107 bis 110 Millionen Euro veranschlagt, worin noch keine Infrastrukturmaßnahmen eingeschlossen sind.

Nach den Berechnungne von Newport belaufen sich die Kosten ihres Entwurfs auf 115 Millionen Euro. Darin sollen Stadionbaukörper, Plateau und Stellplätze am Stadion enthalten sein. Die von der Stadt zugesagten 50 Millionen Euro Beihilfe würden in Infrastrukturmaßnahmen wie den Bau von Parkhäusern und die Erweiterung der Wolfartsweierer Brücke fließen.

Verkehrssituation

Der Standort Wildpark bietet wenige Parkmöglichkeiten; eine direkte Anbindung an Bundesstraße und Autobahn ist nicht gegeben. Dennoch reisen viele mit dem Pkw an - oder mit Bussen. Den Rückweg müssen zumindes die Heimfans zu Fuß antreten. Über eine Änderung des Verkehrskonzepts rund um das Stadion ist bislang nichts bekannt.

Der Standort am Gleisdreieck ist mit der Nähe zur A5 und dem Anschluss an die B10 für Autofahrer günstig zu erreichen. Eine Haltestelle des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) befindet sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe, der Durlacher Bahnhof ist etwa einen Kilometer entfernt. Newport plant Parkplätze am Stadion sowie neue Parkhäuser in der Umgebung, beispielsweise auf der Fläche Weinweg oder am Messplatz.

Sicherheit

Derzeit werden Heim- und Gästefans lediglich bei An- und Abreise durch unterschiedliche Reisemittel wie Sonderzüge und -Busse getrennt. Der Zugang zum Stadion findet in der Regel über einen gemeinsamen Eingang statt.

Das Newport-Modell sieht eine Trennung der Fans ebenfalls durch die unterschiedliche Art der Anreise vor, allerdings träfen die Fangruppen auch am Stadion nicht aufeinander. So sollen die mit dem KVV ankommenden Fans aus Karlsruhe auf Höhe des Plateaus ankommen und dort ins Stadion gelangen, während die vom Durlacher Bahnhof aus anreisenden Gästefans an den unteren Eingang geleitet werden.

Trainingsstätten

Sollte das neue Stadion am Wildpark entstehen, würde die Mannschaft wie gehabt dort trainieren.

Am Gleisdreieck soll es keine separaten Trainingsstätten geben, die Mannschaft des KSC würde entweder weiterhin im Wildpark oder an der Unteren Hub trainieren.

Lesen Sie mehr zur Diskussion ums neue KSC-Stadion im ka-news-Dossier.

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