Karlsruhe Wildparkstadion

KSC-Präsident Hubert H. Raase findet die Vorschläge der Stadt nicht annehmbar. (Foto: ka-news)
Im Rahmen der heutigen Jahres-Pressekonferenz des KSC nahm Präsident Hubert H. Raase Stellung zu den Vorschlägen zur Finanzierung der Deckungslücke von jährlich 800.000 Euro bei den Betriebskosten des Wildparksstadions. Diese hat der Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich Mitte Juli in einem Brief an den KSC-Präsidenten sowie auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz vorgestellt hat (ka-news berichtete).

auch alle Neben- und Betriebskosten und die komplette Instandhaltung zu übernehmen

Der KSC habe nun die Vorschläge geprüft und festgestellt dass bei allen Offerten der Verein schlechter gestellt werden würde, als die eh schon bestehende Deckungslücke. Bei Variante eins wären das zusätzlich 600.000 Euro, also insgesamt 1,4 Millionen Euro, bei Vorschlag zwei wären es insgesamt eine Million Euro und beim dritten Vorschlag insgesamt 1,4 Millionen Euro. Also ein Mehraufwand von bis zu 20 Millionen Euro über 25 Jahre hinweg.

Zwei Millionen Euro von der Stadt pro Jahr sind angemessen

Diese Beträge, wie von der Stadt gefordert, von Sponsoren zu generieren sei für den KSC nicht möglich, so Raase. "Ein Geldgeber erwartet Gegenleistungen, die wir ihm im Landschaftsschutzgebiet Wildpark nicht bieten können." Um Sicherheit für den Verein bieten zu können, müsste er einen Vertrag über 25 Jahre - der Laufzeit des Mietvertrages - abschließen. "Dies ist realitätsfremd", so der KSC-Präsident.

Aus Verantwortung und Verpflichtung gegenüber dem Verein könne das Präsidium keinen der drei Vorschläge der Stadt wahrnehmen, stellte Raase klar. Als Wirtschaftsfaktor und Imageträger der Fächerstadt halte der KSC ein Engagement der Stadt von zwei Millionen Euro pro Jahr angemessen, so Raase weiter. Der KSC erwarte nun von der Stadt konkrete Zahlen zu den Vorschlägen. Der Ball liegt nun wieder bei der Stadt.

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