Karlsruhe Triumph im Landesderby

Freudentaumel im Wildpark. Der KSC erkämpft sich einen verdienten 1:0-Sieg im Prestige-Duell gegen den VfB Stuttgart. "Es war die richtige Reaktion nach dem Spiel in Leverkusen", so ein sichtlich zufriedener Edmund Becker. "Mehr Einsatz, mehr Laufbereitschaft, aggressiv in die Zweikämpfe, das ist uns weitestgehend gelungen."

Mit einer neuen Sturmspitze ging KSC-Coach Becker in das brisante Südwest-Derby gegen den Deutschen Meister. Sebastian Freis bekam den Vorzug vor Edmond Kapllani, der auf der Bank Platz nehmen musste. Wieder mit dabei war der Ungar Támas Hajnal, der zuletzt in Leverkusen verletzt pausieren musste.

Der Spielbericht von Philipp Schätzle

Zu Beginn der Partie mussten die Badener gleich zwei sehr gefährliche Aktionen der Gäste überstehen. Während in der ersten Minute ein Schuss von Thomas Hitzelsberger noch knapp am Tor von KSC-Keeper Markus Miller vorbei strich, musste dieser wenig später all sein Können gegen VfB-Nationalspieler Mario Gomez und Ciprian Marica aufwenden, um einen Rückstand zu vermeiden.

Nach etwa einer Viertelstunde kam die Mannschaft von Becker besser ins Spiel und konnte sich vom Druck der Schwaben befreien - allerdings ohne selbst gefährlich vor das Tor von Raphael Schäfer zu gelangen. Der Stürmertausch machte sich dennoch bemerkbar, da Freis fast immer anspielbar war und weite Wege ging. Kurz vor der Pause hatten die Blau-Weißen dann die größte Chance. Nach Pass von Freis scheitert Christian Timm aus spitzem Winkel an Schäfer.

"Mission completed" (Foto: ka-news)

Auch nach dem Wiederanpfiff war der VfB zunächst wieder am Drücker. Bis in der 54. Minute der KSC einen Bilderbuch-Konter startete. Maik Franz schnappte sich den Ball am eigenen Strafraum, marschierte damit gut 50 Meter und legte dann auf Bradley Carnell ab, der in den Strafraum flankte. Timm ließ dort den Ball zu Hajnal prallen, der überlegt und eiskalt abschloss. Danach war blau-weiße Party im Wildpark.

Die befürchteten Ausschreitungen blieben aus

Mit vereinten Kräften stemmte sich der KSC gegen die immer stärker werdenden Stuttgarter. Besonders Miller konnte sich dabei immer wieder auszeichnen. "Wir haben noch zu viele Fehler gemacht und am Ende einen starken Torwart gebraucht", analysierte Becker nach der Partie. "In der Schlussphase hatten wir auch das Glück, das nötig war. Wir sind froh, dass wir die drei Punkte in Karlsruhe behalten haben."

Positives am Rande: Die befürchteten Ausschreitungen blieben aus. Um das Stadion blieb es friedlich. Auf den Rängen lieferten sich die Anhänger beider Vereine lediglich verbale Gefechte. In der Tabelle hat der KSC den VfB wieder überholt und rangiert mit sechs Punkten auf dem elften Platz. Nach der Länderspielpause muss die Wildpark-Elf in der Fremde beim VfL Wolfsburg antreten. Spielbeginn ist am 16. September, 17 Uhr, in der VW-Arena in Wolfsburg. Zum nächsten Heimspiel wird dann der Rekordmeister Bayern München im Wildpark erwartet. Das Spiel findet am Wochenende 21. bis 23. September statt. Die genaue Terminierung erfolgt erst noch.

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