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Karlsruhe KSC hat Relegation vor Augen: "Wir müssen alles aus uns rausholen"

Bei Fußball-Bundesligist Karlsruher SC herrscht derzeit eine Stimmung zwischen Hoffen und Bangen. Ein Sieg gegen Hertha BSC Berlin am Samstag (15.30 Uhr) könnte die Badener auf den vor einigen Wochen kaum noch für möglich gehaltenen 16. Tabellenplatz hieven.

Nach dem 32. Spieltag sahen die Blau-Weißen und Trainer Edmund Becker bereits wie ein sicherer Absteiger aus. Doch dann gelang in Bremen der überraschende 3:1-Erfolg und plötzlich keimt die Hoffnung wieder auf. Durch Patzer der Konkurrenz ist der KSC auf einen Punkt an den Relegationsplatz herangerückt. Und gegen die "Alte Dame" aus der Hauptstadt soll das Unmögliche möglich gemacht werden: die Last-Minute-Rettung.

"Es ist ganz schwer eine Angabe zu machen wie hoch unsere Chancen stehen", bat Becker am Freitagnachmittag die versammelte Presse, auf diese Frage zu verzichten. "Für uns geht es am allerwichtigsten darum, unser Spiel zu gewinnen." Doch gegen Hertha wird dies keine leichte Aufgabe. Denn die momentan auf Rang vier positionierten Hauptstadt-Kicker wollen durch einen Erfolg noch den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz schaffen und sich für die Champions League qualifizieren. Um gegen die Berliner bestehen zu können, müsse seine Mannschaft noch einmal alles aus sich herausholen in Sachen Leistung, Einstellung und mannschaftlicher Geschlossenheit, so Becker.

Nicht mit von der Partie sein wird Marco Engelhardt, der in Bremen seine fünfte Gelbe Karte sah. Ihn wird aller Voraussicht nach Michael Mutzel ersetzen, da der ursprünglich vorgesehene Antonio da Silva wahrscheinlich verletzt fehlen wird. Den Brasilianer plagen Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur. Damit hatte unter der Woche auch Maik Franz zu kämpfen, seinem Einsatz steht aller Voraussicht nach aber nichts im Weg, so dass er wohl zusammen mit Sebastian Langkamp die Innenverteidigung bilden wird. In den Kader könnte es auch Jeff Kornetzky wieder schaffen, der Ersatzkeeper hat seine Sprunggelenksverletzung überwunden. Ganz sicher nicht dabei sind hingegen Stefan Buck, Martin Stoll und Bradley Carnell.

30.600 Zuschauer werden am Samstagnachmittag den Weg ins ausverkaufte Wildparkstadion finden. Vielleicht werden sie ja Zeugen, wie es dem KSC gelingt, doch nach das Wunder zu schaffen. Denn wie sagte schon einst Winnie Schäfer: "Das ist zwar jetzt Gequatsche, aber es bewahrheitet sich immer wieder: Es gibt einen Gott im Fußball."
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