Karlsruhe KSC gibt Erklärung ab

Die Fans verzichten auf Pyrotechnik (Foto: ka-news)
Der Karlsruher SC kehrt wieder zu seiner bisherigen Vergabepraxis der Auswärtskarten für die Ultra-Gruppierungen zurück. Das ist ein Ergebnis der Gespräche zwischen Verein und Vertretern des Fanprojektes sowie der Supporter Karlsruhe, heißt es in einer Erklärung des Sport-Clubs. Zudem sei das Podest wieder für einen Vorsänger freigegeben.

"Der KSC konnte in den geführten Gesprächen feststellen, dass die im Bezug auf die beiden Bundesligaspiele gegen den VfL Wolfsburg und beim FC Bayern München getroffenen Sanktionen zu einem Nachdenken bei den betroffenen Gruppen geführt haben", heißt es in der Pressemitteilung des Vereins. Dieser Eindruck sowie eine öffentlichen Erklärung der Karlsruher Ultragruppierungen hätten den Ausschlag für das Entgegenkommen des Vereins gegenüber den Fans gegeben.

Verein behält sich weitere Schritte vor

Solche Bilder soll es in Zukunft nicht mehr geben (Foto: Lalia)
In der Erklärung der Ultras, die von den Gruppierungen Phönix Sons, Armata Fidelis und Wild Boys unterzeichnet ist, heißt es: "Wir distanzieren uns von den Raketen und fliegenden Fackeln. Wir werden mit aller Konsequenz dafür sorgen, dass solche Pyrotechnik nicht mehr vorkommen wird, da die Folgen für den Verein zu drastisch sind. Falls es künftig zu Zuwiderhandlungen kommen sollte, so handeln diese Personen gegen die Abmachung der organisierten KSC-Fans und sind somit kein Teil unserer Szene."

Als Konsequenz der Ausschreitungen während des Landesderbys zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC, als Chaoten aus dem KSC-Fanblock Leuchtraketen aufs Spielfeld schossen (ka-news berichtete), hatte das KSC-Präsidium beschlossen, das Kontingent der Auswärtstickets, das die Supporters zum Weiterverkauf bekamen, nur noch "über den Schreibtisch" von Manager Rolf Dohmen zu verkaufen (ka-news berichtete). Wegen der Randale wurde der KSC vom DFB zu einer Zahlung einer Geldstrafe von 35.000 Euro verurteilt (ka-news berichtete). Zudem drohen dem Verein bei einer Wiederholung der Vorfälle eine Platzsperre, ein Teilausschluss der Öffentlichkeit oder eine Spielansetzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Der KSC hat in den Gesprächen auch verdeutlicht, dass die nun herbeigeführten Beschlüsse nur bei Einhaltung der in den Gesprächen vorgegebenen Maßgaben Bestand haben werden. Ebenso behält sich der Verein weitere Schritte vor, sollten dies entsprechende, derzeit noch ausstehende, Ermittlungsergebnisse erfordern. Beim Heimspiel am Samstag gegen Eintracht Frankfurt werden die Fans und auch die Ultragruppierungen, die das letzte Heimspiel gegen Wolfsburg boykottiert hatten, ihre Mannschaft wieder lautstark anfeuern.

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