Große Freude über Aufstieg

Die Spieler feierten ausgelassen auf dem Platz (Foto: ka-news)
Ein Bericht von Thomas Meiler

Karlsruhe - Um 15.47 Uhr war Schluss - die Party konnte beginnen. Der Karlsruher SC hat es nach neun Jahren wieder geschafft (ka-news berichtete). "Nie mehr zweite Liga" schallte es durch den Wildpark. Der KSC spielt in der kommenden Saison im Oberhaus. Freudentränen und -tänze auf dem Platz, Umarmungen, ein Fahnenmeer - es war so, als ob ein großer Knoten in Karlsruhe geplatzt sei.

"Ich war vor keinem Spiel so nervös wie heute", musste ein überglücklicher Cheftrainer des KSC nach dem Spiel zugeben. "Ede" Becker ist neben Rolf Dohmen der Vater des Erfolgs und des Aufschwungs im Wildpark. Sie haben den KSC wieder zu einer der ersten Adressen im Profifußball gemacht. Kein Wunder, dass sich beide nach dem Schlusspfiff minutenlang in den Armen lagen. Becker dachte aber im Augenblick seines größten Triumphs auch an die Fans und das Umfeld: "Ich möchte mich bei allen bedanken, die uns immer unterstützt haben."

Die Spieler liefen nach dem Schlusspfiff eine lange Ehrenrunde durch das Stadion (Foto: ka-news)

Ein bewegter ehemaliger KSC-Präsident

Werner Lorant findet den KSC "klasse" (Foto: ka-news)
Die Feier war in der Kabine ausgelassen. Dohmen durfte im Ermüdungsbecken ausruhen, Martin Stoll wurde seine Haarpracht los und jeder durfte kräftig mit Bier duschen. Ausgelassene Freude über das Erreichte. "Ich brauche aber noch ein wenig Zeit, um alles zu realisieren", meinte "Ede" Becker. Werner Lorant, der Trainer der SpVgg Unterhaching, konnte nicht umher, dem KSC zum Aufstieg zu gratulieren und fand ungewohnte warme Worte für die Blau-Weißen.

"Ich muss meinem Kollegen gratulieren, er hat alles richtig gemacht", meinte Werner "Beinhart" Lorant. "Der KSC ist ein klasse Verein, er hat es verdient aufzusteigen." Während die Spieler weiter ausgelassen auf dem Platz und in der Kabine feierten, stand ein anderer sehr gerührt auf der Tribüne. Roland Schmider war bis 2000 Präsident der Blau-Weißen. Er erlebte die sportlich bittersten Momente des KSC hautnah mit. "Es ist sehr bewegend für mich", verriet er im Gespräch mit ka-news.

"Wir haben es uns einfach verdient"

OB Heinz Fenrich freute sich sehr über den Aufstieg (Foto: ka-news)
"Wenn man überlegt, wie es vor neun Jahren in Rostock war und man diese Freude hier sieht. Es ist ein ganz besonderer Augenblick für mich. Ich gönne es aber sehr dem jetzigen Präsidium, Manager Rolf Dohmen und natürlich 'Ede' Becker und seiner Mannschaft", so Schmieder. Natürlich durfte die Karlsruher Polit-Prominenz im Stadion nicht fehlen. "Die ganze Woche haben wir gesagt, zu früh dürfen wir nicht gratulieren", meinte Oberbürgermeister Heinz Fenrich zu ka-news. "Aber jetzt ist es endlich soweit. Der KSC hat über die gesamte Spielzeit Spitzenfußball gezeigt. Große Anerkennung an die Mannschaft."

Der große Rückhalt des KSC: seine treuen Fans (Foto: ka-news)

Manfred Groh, CDU-Landtagsabgeordneter, gratulierte auch: "Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft. Ich freue mich sehr auf die erste Liga und auf viele tolle Spiele dort mit dem KSC." Harald Denecken geht schon lange Jahre zu den Blau-Weißen. Er freute sich ganz besonders über den Aufstieg: "Ich fühle mich sehr gut. Ich habe hier schon viel gefroren, vor allem in der Regionalliga, aber jetzt freue ich mich einfach nur." Und wie sah die Mannschaft den Aufstieg in die erste Liga. Stellvertretend meinte Massimilian Porcello: "Wir haben uns in der ganzen Saison zur besten Mannschaft der Liga entwickelt. Wir haben es uns einfach verdient."

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