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Karlsruhe/Stuttgart Fußball-Sicherheit

Ein starkes Polizeiaufgebot bei Fußballspielen wie hier bei der Partie KSC gegen Waldhof Mannheim (2002) gehört inzwischen dazu (Archivfoto: ka-news)
Das von den baden-württembergischen Fußballverbänden und der Polizei zu Beginn des Jahres initiierte Sicherheitskonzept bei Fußballspielen hat nach Angaben des Innenministeriums Wirkung gezeigt. Die Bilanz der abgelaufenen Saison bot aber auch Gelegenheit zu einem Ausblick auf die kommende. Im Mittelpunkt hier: die Partien der Erzrivalen Karlsruher SC und VfB Stuttgart.

Die Umsetzung des gemeinsamen und bundesweit vorbildlichen Konzepts konnte in der Oberliga Baden-Württemberg bei der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit eine deutliche Trendwende verbuchen, sagte Landespolizeipräsident Erwin Hetger gestern in Stuttgart. In der Saisonrückrunde habe es keinerlei Ausschreitungen gegeben. Deshalb werde das Konzept auch in der Saison 2007/2008 weitergeführt, so Hetger.

Der Sport soll im Vordergrund stehen

Auch in Karlsruhe arbeiten der KSC und die Polizei Karlsruhe eng zusammen. Für die neue Saison sei mit dem Aufstieg des Karlsruher SC in die erste Bundesliga eine Konstellation absehbar, die für die Polizei von besonderer Relevanz sein werde. Erwin Hetger betonte dazu, dass man die Spielbegegnungen Karlsruher SC - VfB Stuttgart besonders sensibel angehen werde.

Gleiches gelte für die Heimspiele des VfB Stuttgart in der Champions League. Man werde alles daran setzen, dass auch bei diesen Spielen das Sportliche im Vordergrund steht. Zudem habe man in Stuttgart und Karlsruhe in Einsätzen der Bundesliga erfahrene Polizeiexperten. Der Einsatzleiter der Polizei Karlsruhe beim Spiel VfB Stuttgart - Karlsruher SC am 2. September, Fritz Rüffel, bezeichnete diese Partie gegenüber ka-news als "das Problemspiel überhaupt".

Vorgespräch zum Problemspiel hat bereits stattgefunden

Für das Karlsruher Wildparkstadion gebe es bereits seit zwei Jahren ein spezielles Sicherheitskonzept. Spiele werden demnach in Kategorien wie Low-Risk und High-Risk eingeteilt. Wo die oben genannte Partie einzuordnen ist, dürfte auf der Hand liegen. So war es zuletzt bei einem Freundschaftsspiel des KSC gegen den VfB im Juli 2005 zu Ausschreitungen gekommen (ka-news berichtete). Das Sicherheitskonzept unterliegt alleine den beteiligten Kräften vor Ort, wie Polizei, Ordnungsdienst oder Feuerwehr. Außerdem habe man in Zusammenarbeit mit einem Karlsruher Ingenieurbüro auf die Fluchtwegsplanung geachtet und kümmere sich streng um die Einhaltung der Versammlungsstättenverordnung.

Wie Rüffel außerdem sagte, laufen derzeit bereits die Planungsphase für das Spiel VfB Stuttgart - Karlsruher SC. So habe es am gestrigen Mittwoch ein Vorgespräch zum Spiel mit Vertretern der beiden Vereine sowie der Karlsruher Polizei gegeben. Dabei wurden unter anderem die Anreisemodalitäten, die Frage nach Sonderzügen, sowie die Zusammenarbeit von Karlsruher Verkehrsbetriebe und Ordnungsdienst geklärt.

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