Karlsruhe Einigung in Sicht

Können in gut einem Jahr die Bagger rollen? (Foto: ka-news)
Nachdem sich die Verhandlungen zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Karlsruher SC über ein neues Wildparkstadion festgefahren hatten (ka-news berichtete) und gar der Termin für einen geplanten Umbaustart in Gefahr gekommen ist (ka-news berichtete), ist nun wieder Bewegung in die Sache gekommen.

Ausschlaggebend für die erneute Annäherung sind die zusätzlichen zwei Millionen Euro - eine Million vom KSC-Freundeskreis und eine Million Euro von Ministerpräsident Günther Oettinger -, die, wie KSC-Verwaltungsratsmitglied Bernd Bechtold bei der Mitgliederversammlung des Vereins am 17. Oktober (ka-news berichtete) berichtete, auf seine Initiative hin zur Verfügung stünden. Durch diese Gelder gäbe es nun die Möglichkeit, die Mietzahlungen für das neue Stadion auf neue Grundlagen zu berechnen, sagte Oberbürgermeister Heinz Fenrich gegenüber dem "Sonntag".

Nach zehn Jahren wird der Mietvertrag überprüft

Bei einem Treffen des OB mit KSC-Vizepräsident Michael Steidl, dem KSC-Verwaltungsratsvorsitzenden Peter Mayer sowie den Fraktionsspitzen der im Karlsruher Gemeinderat vertretenen Parteien konnte man sich nun auf die Miete, die der Verein für das neue Wildparkstadion zahlen muss, einigen. KSC-Präsident Hubert H. Raase, der an dem Treffen nicht teilnehmen konnte und von Vizepräsident Steidl vertreten wurde, äußerte sich vorsichtig zu dem möglichen Durchbruch: "Die Zusagen sind da, allerdings ist noch nichts schriftlich fixiert."

Der Kompromiss für eine Einigung sieht folgendermaßen aus: Der Mietvertrag, der über 25 Jahre abgeschlossen wird, soll nach zehn Jahren nochmals auf den Prüfstand kommen. Im Gegenzug verzichtet der KSC auf eine Deckelung der Miete für die zweite Bundesliga auf 2,4 Millionen Euro und akzeptiert eine Höchstmiete von 3,7 Millionen Euro, die auch für die Erste Bundesliga gilt. Differenzen in den nächsten zehn Jahren, die zwischen der Forderung der Stadt und den Möglichkeiten des KSC entstehen könnten, sollen mit den zwei "Bechtold-Millionen" gestopft werden - jährlich jeweils 100.000 Euro aus der Million vom Land und der vom Freundeskreis.

Sollte die Einigung nun zu Papier gebracht werden und keine weiteren zu umschiffenden Klippen auftauchen, könnte der Gemeinderat am 13. November dem Stadionumbau endgültig freie Fahrt erteilen. Der auf der Kippe stehende Baubeginn in der Winterpause der Saison 2008/09 könnte dann ebenfalls noch eingehalten werden - die "unendliche" Geschichte Umbau Wildparkstadion hätte ein Happy End gefunden.

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