Karlsruhe Die 35/40-Prozent-Lösung

Der Umbau rückt näher (Foto: ka-news)
In die Freude über den Sieg im Derby (ka-news berichtete) kam die nächste frohe Kunde für die Fußballfans in Karlsruhe. Der Oberbürgermeister der Fächerstadt Heinz Fenrich und KSC Präsident Hubert H. Raase haben sich in Sachen Stadionstreit geeinigt.

Der Kompromiss, den beide auf der Pressekonferenz nach dem Bundesliga-Spiel gestern im Wildpark vorstellten, umfasst im wesentlichen folgende drei Punkte. Die Stadt verzichtet auf die Forderung nach der Gründung einer eigenen Betreibergesellschaft. Zudem erhöht die Stadt Karlsruhe ihren Zuschuss an die städtische Fächer GmbH, die den Umbau bewerkstelligen soll, um 400.000 Euro jährlich. Der KSC bezahlt eine Miete von 35 Prozent seiner Einnahmen aus dem Ticketverkauf in der Ersten Bundesliga beziehungsweise 40 Prozent in der Zweiten Bundesliga.

Baubeginn im Winter 2008

OB Heinz Fenrich und KSC-Präsident Hubert H. Raase kamen sich in Sachen Wildpark näher. (Foto: ka-news)
Auf Seiten des KSC müssen dem Kompromiss nun das Präsidium und der Verwaltungsrat zustimmen. Auf städtischer Seite ist dies die kleine Wildparkkommission, die Fenrich am heutigen Montag für eine Sitzung am 10. September einberufen wird. Stimmen diese Gremien zu, würde ein Rahmenvertrag mit dem KSC abgeschlossen, so der Oberbürgermeister, dem der Karlsruher Gemeinderat in seiner Sitzung am 16. Oktober noch zustimmen müsste. Sollte die Zustimmung erfolgen, wäre ein Baubeginn zu dem 58 Millionen Euro-Projekt in der Winterpause 2008/09 möglich.

Raase hatte in der Jahres-Pressekonferenz des Vereins Anfang August (ka-news berichtete) den städtischen Finanzierungsvorschlägen für den Umbau des Stadions eine Absage erteilt. In einer Neuberechnung der Nebenkosten kam die Karlsruher Verwaltung auf einen Betrag von 1,4 Millionen. Der KSC war von Nebenkosten in Höhe von 500.000 Euro ausgegangen. Die zusätzlichen Kosten könne der Verein nach Ansicht Raases nicht alleine tragen. Aus diesem Grund hatte der KSC-Präsident die Vorschläge der Stadt abgelehnt.

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