Freiburg Union stoppt Negativlauf ohne den Rückkehrer Kruse

Mit dem 1:0-Sieg beim SC Freiburg beendet Union Berlin seine jüngste Negativserie. Zudem steht den Eisernen erstmals seit vielen Wochen wieder ihr Star-Angreifer zur Verfügung. Doch Trainer Urs Fischer braucht ihn vorerst nicht.

Max Kruse muss jetzt geduldig sein. Es wurde nichts mit dem «MAX DAY», den der Stürmer des 1. FC Union Berlin auf Instagram angekündigt hatte.

Bei seiner Rückkehr in den Kader schaute der 32-Jährige stattdessen über 90 Minuten zu, wie seine Mannschaft ohne ihn verdient mit 1:0 beim SC Freiburg gewann. Die Berliner stoppten im Breisgau ihren Negativlauf von zuvor fünf Spielen ohne Sieg. Und ihren talentiertesten Angreifer benötigten sie dafür nicht.

«Es hat vor allem auch mit dem Spielverlauf zu tun. Es geht am Schluss nicht um Max Kruse, sondern um den Erfolg des Gesamten», sagte Union-Trainer Urs Fischer. «Ich glaube, die Jungs, die reingekommen sind, haben es sehr gut gemacht. Max muss sich noch ein bisschen gedulden.»

Dabei hat der Ex-Nationalspieler bereits elf Wochen lang warten müssen, um in den Kader der Eisernen zurückzukehren. Nachdem er sich Anfang Dezember einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen hatte, lief es für Union in der Fußball-Bundesliga trotzdem schnell so gut weiter wie zuvor. Fischers Mannschaft besiegte Topteams wie Borussia Dortmund oder Bayer Leverkusen. Doch in den vergangenen Wochen haperte es ein wenig. Durch den Sieg in Freiburg sind nun die Europapokalplätze wieder ganz nah.

Die Köpenicker überzeugten im Schwarzwald-Stadion mit den Dingen, die sie unabhängig von Kruse auch zuletzt meistens ausgezeichnet haben: defensive Stabilität und Robustheit. «Union ist extrem schwer zu bespielen mit einer unglaublichen Körperlichkeit», gab Freiburgs Trainer Christian Streich zu. «Ich kenne keine andere Mannschaft in der Bundesliga mit dieser Art des Auftretens. Das ist extrem mit dieser Art der körperlichen Präsenz.»

Fast über die gesamte Spielzeit fanden die Breisgauer kein Mittel gegen diese Kompaktheit. Sie liefen sich fest an der Mauer der Eisernen, die alles wegverteidigte, was auf sie zurollte. Dadurch entwickelte sich zwar kein attraktives Spiel, doch das dürfte Union-Coach Fischer an seinem 55. Geburtstag egal gewesen sein. Seine Mannschaft lieferte nicht nur defensiv ab, sie stellte auch im Angriff eine permanente Gefahr dar. Ohne Kruse. Stattdessen erzielte Grischa Prömel (64. Minute) per Kopf nach einer starken Flanke von Marcus Ingvartsen das entscheidende Tor.

Dieser Sieg sei «sehr wichtig» gewesen, sagte Prömel: «Das brauchst du für die Stimmung in der Mannschaft. Wir haben jetzt fünf Spiele in Folge nicht gewonnen.» Aber jetzt ist Union zurück in der Spur. Und Max Kruse steht wieder zur Verfügung. Auch wenn er sich noch ein wenig gedulden muss.

© dpa-infocom, dpa:210221-99-529106/2

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen