Stuttgart/Berlin Wirtschaftsministerin will Hilfe vom Bund für Auto-Regionen

Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) fordert vom Bund Strukturhilfen für Regionen, die von der Transformation der Autobranche betroffen sind. «Der Bund gibt 40 Milliarden für den Kohleausstieg, von derart mutigen Investitionen in die Sicherung unserer zentralen Zukunftstechnologien ist dagegen wenig zu hören», sagte sie am Mittwoch in Stuttgart anlässlich des Autogipfels der Bundesregierung laut Mitteilung. Ähnlich hohe Investitionen seien nötig, um Wohlstand und Arbeitsplätze in der Autobranche zu sichern.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte sich am Mittwoch in Berlin mit Bundesministern, Gewerkschaftern und Vertretern von Automobilherstellern treffen.

Die Autobranche ist mitten in einem grundlegenden Wandel von Benzinern und Dieseln hin zu mehr klimafreundlicheren alternativen Antrieben wie der Elektromobilität. Hersteller und Zulieferer müssen Milliarden investieren. Für E-Autos aber sind weniger Jobs nötig, weil es viel weniger Komponenten gibt. Die E-Mobilität wirft bisher kaum Geld ab. Zugleich ist die Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten zurückgegangen. Das trifft bisher vor allem Zulieferer. Es gibt bereits Kurzarbeit. In Baden-Württemberg haben im Dezember 2019 laut Wirtschaftsministerium mehr als 500 Betriebe Kurzarbeit für 13 000 Beschäftigte angemeldet. Das sind doppelt so viele wie noch im Juli 2019.

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