Schwäbisch Gmünd Tausende beim Guggenmusiktreffen in Schwäbisch Gmünd

Schön spielen könnten sie auch. Aber Guggenmusiker haben mehr Spaß an schrägen Tönen. Ebenso wie ihr Publikum. Zum internationalen Treffen der schwäbisch-alemannischen Fastnachtsmusik kamen rund 20 Kapellen.

Mehr als 25 000 Zuschauer haben sich nach Angaben der Veranstalter am Samstag in Schwäbisch Gmünd an ebenso lauter wie schräger Musik erfreut: Beim 37. internationalen Guggenmusikfest spielten rund 20 Kapellen aus Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein auf. Mehr als 800 närrische Musiker zogen durch die Straßen der ältesten Stauferstadt. Auftritte von «Schrägtonmusikern» gab es auf verschiedenen Plätzen und beim sogenannten Kneipenbummel in den Lokalen der Innenstadt.

Guggenmusik gehört zur schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Es handelt sich um eine sehr speziell «falsch» gespielte Blasmusik, die von Rhythmusinstrumenten begleitet wird. Die Melodie der Lieder ist meist zu erkennen, nur liegen die Töne oft haarscharf daneben. Ihren Ursprung hat die schräge Musik vermutlich in einem Brauch des 16. Jahrhunderts, als die Menschen in der Faschingszeit mit dem Lärm von Kuhglocken, Trommeln oder Blecheimern die Wintergeister verscheuchen wollten.

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