Karlsruhe/Wörth Rheinbrückenneubau: OB Mentrup bringt alte Variante ins Spiel

Im Streit um den Bau einer zweiten Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe bringt Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) eine alte Variante als Alternative ins Spiel.

Die bisherige Planung - eine zweite Brücke 1,4 Kilometer nördlich der bestehenden Überquerung - lasse zentrale Forderungen der Stadt unberücksichtigt und verschärfe das Verkehrsproblem auf badischer Seite nur, betonte Mentrup am Freitag. Eine neue Brücke direkt nördlich der bestehenden Brücke - eine Überlegung aus dem Jahr 2005 - würde schon aus Umweltverträglichkeitsgründen besser abschneiden.

Die Stadt klagt vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg gegen die bisherigen Pläne für die zweite Brücke und reichte am Freitag die vollständige Klagebegründung nach.

In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sind die Planungen für den Bau der umstrittenen zweiten Brücke bereits abgeschlossen. Die Planfeststellungsbeschlüsse wurden bereits erlassen. Das Projekt stößt aber auf Widerstand. In Baden-Württemberg will außer Karlsruhe auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rechtlich gegen die Pläne vorgehen. In Rheinland-Pfalz will die Umweltorganisation ebenfalls klagen.

Die alte Brücke, die täglich von 80.000 Fahrzeugen genutzt wird, ist sanierungsbedürftig und morgens in Richtung Karlsruhe überlastet. Das betrifft Pendler aus Rheinland-Pfalz.

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