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Karlsruhe KSC-Fans protestieren gegen Gesichtserkennung

Rund 2.000 Fans des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC haben gegen einen geplanten Test zur automatischen Gesichtserkennung protestiert. Beim DFB-Pokalspiel gegen Alemannia Aachen trugen die Zuschauer am Sonntag im Wildparkstadion einen Pappteller mit zwei Augenlöchern und einem schwarzen Strich über dem Mund.

Damit wandten sie sich gegen ein Vorhaben des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), das sein Projekt "Parallele Gesichtserkennung in Videoströmen" bei drei Heimspielen des KSC ausprobieren will. Testpersonen sollen dabei mit Kameras auf den Tribünen erkannt werden.

Auch 400 Aachener Anhänger beteiligten sich an der Protestaktion. Beide Fan-Gruppen hielten Plakate mit dem Schriftzug "Gesichtserkennung nicht mit uns" in die Höhe. Der KSC-Präsident Ingo Wellenreuther hatte am Freitag erklärt, der Verein habe kein Interesse an einem Test bei seinen Heimspielen. Daher ist unklar, ob es den Versuch im Stadion noch geben wird. Am Dienstag soll es ein Gespräch zwischen dem KIT, der Polizei, dem Verein, Fan-Vertretern und dem Sicherheitsdienst geben.

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