Weil am Rhein Bahnunglück - Güterzug rast in Schafherde

Ein Güterzug ist am frühen Montagmorgen nahe der Ortschaft March-Hugstetten (Kaiserstuhl) mit einer großen Schafherde kollidiert. Bei dem Unfall wurden 39 Schafe getötet und weitere Tiere verletzt.

Der verunglückte Zug konnte seine Fahrt später fortsetzen. Menschen kamen nicht zu schaden. Der Güterzug der SWEG befand sich gegen 4.30 Uhr auf einer Fahrt von Gottenheim nach Freiburg. In einem Waldstück bei Hugstetten sah der Lokführer plötzlich die Schafherde auf den Gleisen stehen und leitete eine Schnellbremsung ein. Ein Unfall konnte jedoch nicht mehr verhindert werden.

"Die Herde muss in Panik direkt auf die Gleise zugesteuert und dort unmittelbar auf den Zug getroffen sein", so Thomas Gerbert von der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein. Landes- und Bundespolizei waren mit mehreren Streifen am Unfallort. Zudem waren die Feuerwehr, ein Notfallmanager der Deutschen Bahn AG und zwei Veterinäre im Einsatz.

"Die Einsatzkräfte sprachen von einen Schlachtfeld und einem sehr unappetitlichem Anblick", so Gerbert weiter. Die S-Bahn-Strecke zwischen Breisach und Freiburg war für die Dauer der Bergungsarbeiten zwischen den Ortschaften Gottenheim und March-Hugstetten voll gesperrt.

Kurz vor 7 Uhr konnte die im Berufsverkehr stark genutzte Strecke wieder freigegeben werden. Während der Streckensperrung wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

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