Ötigheim Explosion der Jugend - Schillers "Die Räuber" erstmals in Ötigheim

Ein alleinerziehender, überforderter Vater, zwei Söhne, Franz, ein psychopatischer, gieriger Machtmensch, Karl, ein romantischer Idealist, Hauptmann einer Räuberban-de, kein Happy-End. So die Kurzfassung von Schillers "Die Räuber". Das Schauspiel ist ab 10. August 2019 bei den Volksschauspielen zu erleben, Regie führt Peter Lüdi.

#MeToo in "Die Räuber": Amalia von Edelreich entreißt ihrem Vergewaltiger – Franz heißt die Kanaille – den Degen und wehrt sich: "Siehst du, Bösewicht, was ich jetzt aus dir machen kann? – Ich bin ein Weib, aber ein rasendes Weib – Wag‘ es einmal mit unzüchtigem Griff meinen Leib zu betasten – dieser Stahl soll deine geile Brust mitten durchtrennen. " Ein alleinerziehender, überforderter Vater, zwei Söhne, Franz, ein psychopatischer, gieriger Machtmensch, Karl, ein romantischer Idealist, Hauptmann einer Räuberbande, kein Happy-End. Marcel Reich-Ranicki über das Erstlings-Stück des 19-jährigen Schiller: "Eines der schönsten Stücke der deutschen Literatur. Es ist ein einziger Vulkanausbruch, eine Explosion der Jugend, geschrieben mit einem ungeheuren Schwung."

Bei den Volksschauspielen nimmt sich Peter Lüdi – dem Ötigheimer Publikum bereits durch zahlreiche Inszenierungen bekannt – dem Stoff an. Gezeigt wird das Drama neben der Premiere am 10. August auch am 17., 23., 24. und 31. August. Karten gibt es unter Telefon (07222) 968790 und auf www.volksschauspiele.de.

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