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Karlsruhe ZKM-Chef Weibel unterstützt kritische Staatstheater-Mitarbeiter

Das Badische Staatstheater in Karlsruhe kommt nicht zur Ruhe: Die Mitarbeiter bekommen nun weitere Rückendeckung. Karlsruher Kulturschaffende, darunter der Chef des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM), Peter Weibel, wollen am Freitag, 10 Uhr, ihre Solidarität mit den Mitarbeitern bekunden. "Wir erklären uns solidarisch mit den Kollegen des Staatstheaters, mit den Opfern einer Machtpolitik, die ihr Schweigen brechen und an die Öffentlichkeit gehen mussten, um nicht weiter zu leiden", heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

An Theater-Intendant Peter Spuhler gibt es massive Kritik wegen seines Führungsstils. Der Verwaltungsrat des Badischen Staatstheaters mit Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) und dem Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) an der Spitze hält jedoch an Spuhler fest.

Ein "Paket von Maßnahmen" soll künftig ein reibungsloses Miteinander sicherstellen. Personalrat, Orchester- und Chorvorstand waren von diesem Ergebnis der Verwaltungsratsitzung des Theaters am vergangenen Freitag enttäuscht.

Mehr als 300 Beschäftigte des 850 Mitarbeiter zählenden Theaters hatten vor der Sitzung für einen Neuanfang ohne Spuhler demonstriert. Der Personalrat des Theaters hatte vor kurzem in einem offenen Brief Missstände angeprangert. Es herrsche ein toxisches Arbeitsklima. Außerdem geriet das Haus wegen angeblicher Belästigungen in die Schlagzeilen - Spuhler stellte deswegen einen leitenden Mitarbeiter des Staatstheaters frei.

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  •   kuba
    (1043 Beiträge)

    30.07.2020 13:03 Uhr
    Das war die Rache
    Der Weibel hat sich halt am OB gerächt, weil der ihn in den verdienten Ruhestand schicken wollte, er ist halt schon alt. Und dann hat er die vereinigte Lobbytruppe in Marsch gesetzt, damit er sein Pöstchen behalten darf. Daher ist die Entwicklung des ZKM um Jahre zurückgeworfen und das Chaos geht weiter - man schaue nur mal in sein "Büro", da kann man das Durcheinander besichtigen. Die Mitarbeiter des ZKM trauen sich halt noch nicht aufzubegehren. Was der Wellenreuter bei der Demo wollte, ist auch klar - er hat halt auch noch eine Rechnung offen.
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  •   Deisyy
    (312 Beiträge)

    24.07.2020 20:28 Uhr
    Bilder lügen selten
    und wie sich der Ingo unter die "Demonstranten" heute in der Stadt gemischt hat und opportunistisch grinst, einfach herrlich fies zwinkern
    Dabei hat gerade seine Stadtratstruppe Hr. Spuhler den Rücken gestärkt..., immer schön die einfältigen Bürger verarschen zwinkern
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  •   likeka
    (520 Beiträge)

    24.07.2020 22:25 Uhr
    Richtig.
    Wenn man jetzt noch nachschauen würde, von welcher Partei der Kulturbürgermeister ist, dann wirds ganz absurd was der Wellenreuther da abzieht.
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  •   teflon
    (3017 Beiträge)

    24.07.2020 15:30 Uhr
    Bei Spuhler ist doch nur die eine Frage noch zu klären:
    Wieviel? Stimmt der Betrag, löst der asap seinen Vertrag auf, weil er hier & so nicht mehr arbeiten kann. Die Leute werden mit versteckter Arbeitsverweigerung glänzen und es wird noch genug Theaterbesucher geben, für die das das Spuhlerfass zum Überlaufen bringt und die ab sofort fernbleiben. Je länger diese Hängepartie geht, umso grösser wird der Schaden für den Dampfplauder -OB - es kapieren immer mehr Leute, was da für Person ohne Rückgrat seit fast 8 Jahren auf dem Rathaussessel sitzt und verstehen auch , warum immer mehr Themen komplett aus dem Ruder laufen. Nur stellt sich halt die Frage, wie abgewirtschaftet der ganze Laden in Karlsruhe schon ist und ob sich ein Anderer diesen Augiasstall wirklich antun will.
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  •   Deisyy
    (312 Beiträge)

    24.07.2020 20:15 Uhr
    selbst in den Spiegel geschaut?
    kleiner, unzufriedener Dampfplauderer? zwinkern
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  •   Freigeist1
    (1291 Beiträge)

    24.07.2020 14:53 Uhr
    Viele dieser Missstände
    wie im Staatstheater sind nur in behördenartigen "Unternehmen" möglich und denkbar, weil:
    § 1 "Das Geld ist ohnehin da".
    § 2 "Daher können wir uns jetzt mit voller Kraft (statt uns gemeinsam für die gute Sache, z.B. Kultur, zu engagieren) auf Kleinkriege, Grabenkämpfe und persönliche Scharmützel konzentrieren.
    Habe auch Behörden von innen erlebt...
    Daher meine klare Forderung: in allen Parlamenten muß es künftg, neben einer Frauenquote, auch eine Quote von Abgeordneten geben, die nicht im Öffentlichen Dienst in Geld und Brot stehen.
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  •   likeka
    (520 Beiträge)

    24.07.2020 13:07 Uhr
    Weibel und Mentrup
    Was ist eigentlich zwischen Weibel und dem OB?
    Seit Jahren dieses Schmierentheater.
    Erst kommt Weibel um die Ecke und kritisiert mit sehr großen Worten die Bebauung hinter dem Hauptbahnhof (ich meine mich zu erinnern, es ging um Demokratiedefizite, etc.), seitdem geht der Spaß hin- und her.

    Weibel könnte sich mal um Baustellen im eigenen Haus kümmern: Die Zusammenarbeit mit der HfG läuft nicht wirklich gut (der HfG droht der Verlust der Eigenständigkeit), die langjährige Geschäftsführerin Frau Riedel hat sich gerade verabschiedet, Mitarbeiterführung ist auch eher nicht seine Kernkompetenz, ...

    Und warum sich Mentrup nicht gegen Frau Bauer stellt verstehe ich nicht. Mit der "Bewährung" hat er jetzt einen vorsichtigen Abgrenzungsversuch unternommen, aber das ist zu wenig.
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  •   IchKA
    (829 Beiträge)

    24.07.2020 14:31 Uhr
    Nein Likeka
    ich glaube Weibels Aussagen "Demokratiedefizite" bezogen sich auf das Durchdrücken der grässlichen Lüperzkunst gleich an allen Haltestellen der kleinsten U-Bahn der Welt gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung und den damit einhergehenden Verlust durch Wegfall der 14 großen Werbeflächen.
    Dieser Verlust ist mit ca. 750.000 pro Jahr zu beziffern. Das gegen zurechnen mit den angeblich vielen Touristen, die nach KA kommen um sich den Lüperz-Kram anzuschauen ist als dummdreister Versuch einer reinen PR Kosmetik zu werten. Diese Verluste trägt die Bürgerschaft letztlich.
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  •   likeka
    (520 Beiträge)

    24.07.2020 18:46 Uhr
    Vorsicht!
    Ich teile Ihre Meinung zur Keramikkunst, den Werbeflächen, etc.
    Allerdings können Sie nicht ernstlich behaupten, dass eine Mehrheit diese ablehnen würde. Das kann sein, muss aber nicht. Sie wissen es nicht, Herr Weibel weiß es nicht und ich auch nicht.

    Also entscheidet der Gemeinderat, der von der Bevölkerung gewählt, diese repräsentiert. Eine Mehrheit will gerne mit der Bahn durchs Mittelalter fahren, also kommt das jetzt so.

    Ich kann da keinen Skandal erkennen.
    Ein etablierter Künstler leiht/schenkt der Stadt ein Werk und diese nimmt es an.

    Übrigens auch ein interessanter Vorgang: Kunst verdrängt Werbung aus dem öffentlichen Raum. Gibt es auch nicht so oft.
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  •   IchKA
    (829 Beiträge)

    26.07.2020 17:21 Uhr
    Nicht vergessen likeka
    die Investoren setzten die Lüperzkram größtenteil von der Steuer ab. Also nix mit umsonst.
    Wie sich das Abstimmungsgebaren im Gemeinderat verhält und wie das zustande kommt ist eine andere Frage
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