Karlsruhe "Zeltival" 2010: Tollhaus zeigt sich qualitativ und quantitativ "zufrieden"

Das "Zeltival" ist ein geradezu essentieller Pfeiler des Karlsruher Kulturkalenders, wie ein Leuchtturm strahlt es jährlich (weit) über die Grenzen der Fächerstadt hinaus. Auch in diesem Jahr war das Festival des Tollhaus, das erstmals im neuen Saal Platz fand, reich an Qualität, auch wenn die Besucherzahlen leicht zurückgingen.

Insgesamt habe man laut Veranstalter knapp 19.000 Besucher gezählt, im Vergleich zum (Rekord-)Vorjahr (über 23.000) ein kleiner Rückschritt. Der aber nicht weiter verwundere, so Tollhaus-Geschäftsführer Bernd Belschner, man habe den neuen Raum "testen" wollen und dies mit "verschiedenen Varianten" auch erfolgreich getan. Das diesjährige "Zeltival" sei die "erste Probe" für das neue Haus gewesen, und dieses habe die Feuertaufe "mit Bravour" bestanden.

250 Künstler aus 15 Ländern

Die nackten Zahlen: 250 Künstler aus 15 Ländern waren dabei, bei insgesamt 28 Veranstaltungen ergab sich ein Besucher-Schnitt von etwa 700. Bestbesuchtes Konzert war - auch zur Überraschung der "Zeltival"-Macher - das der oberbayerischen Gruppe La Brass Banda mit über 1.400 Zuschauern.

Die Zufriedenheit darüber erstrecke sich auch auf den inhaltlichen Teil, Belschner betont, man habe nicht einfach das Programm aus dem letzten Jahr kopieren wollen, eher einen Schritt zurück machen wollen, um "zu testen". Dass aber (ausverkaufte oder gut besuchte) Konzerte wie das von Blood Sweat & Tears oder Nina Hagen stattgefunden hätten, sei auch ein Indiz für ein "sehr interessiertes und treues Stamm-Publikum" gewesen.

Besucher zeigen sich zufrieden

Auch das Feedback der "Zeltival"-Besucher sei deutlich positiv gewichtet gewesen, vor allem die Akustik des neuen Saales sei so exzellent, dass sich das "sehr schnell" (auch überregional) rumsprechen werde, so Belschner. Dies sei gute Werbung und ein "Ansporn für Künstler", Karlsruhe in die Konzert-Kalender mit aufznehmen.

Trotzdem könne man "sich immer verbessern" - mit Blick in Richtung Zukunft werde man beim Tollhaus auch weiterhin einen "bodenständigen Weg" gehen, anstatt auf Superstars wolle man "auf junge Künstler und Neuentdeckungen" setzen. Apropos Superstars: einen kleinen Vorgeschmack konnte man Belschner gegen Ende dann doch noch entlocken, man habe (eventuell für nächstes Jahr) Patti Smith oben auf der Wunschliste. Da blitzten kurz freudig die Augen.


www.zeltival.de
www.tollhaus.de

  
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