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Karlsruhe Womöglich doch keine Sean Scully-Kunstwerke für Kunsthalle Karlsruhe?

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe muss befürchten, nun doch keine Werke des bekannten Künstlers Sean Scully geschenkt zu bekommen. Scully hatte dem Haus in Aussicht gestellt, ihm rund 180 seiner Arbeiten - darunter Gemälde, Papierarbeiten und Plastiken - im Wert von rund 100 Millionen Euro zu überlassen. Inzwischen sind dazu nach Angaben des Kunstministeriums vom Dienstag die Gespräche zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem irisch-amerikanischen Maler zum Erliegen gekommen. Die Kunsthalle selbst wollte sich dazu nicht äußern.

Zwei schriftliche Gesprächsanfragen an Scully vom März und Juli dieses Jahres seien unbeantwortet geblieben, sagte ein Ministeriumssprecher. Eine direkte Absage habe es aber ebenfalls nicht gegeben. "Daher hoffen wir, dass das Gespräch noch einmal aufgenommen wird." Zuvor hatte die "Stuttgarter Zeitung" berichtet. Ihren Angaben zufolge zog Scully sein Angebot zurück.

Stolperstein für das Projekt könnte bisher unter anderem gewesen sein, dass frühestens 2028 mit dem Bau des Erweiterungsgebäudes für das Museum begonnen werden kann. "Diese Rahmenbedingungen kann das Land nicht ändern, die Prozesse nicht beschleunigen", hieß es seitens des Ministeriums. Eine Bedingung des Künstlers sei zudem gewesen, in dem Neubau mit der Hälfte der Werke dauerhaft vertreten zu sein. Damit würde eine sogenannte Scully-Galerie dort ein Drittel der Ausstellungsfläche einnehmen.

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  •   Reger
    (226 Beiträge)

    29.07.2020 16:42 Uhr
    Vertrag
    Es wird ja wohl einen Vertrag zwischen dem Künstler und der Kunsthalle geben. Dort sollten die Bedingungen festgehalten sein, was die Termine, Ausstellungsfläche usw. betrifft. Oder etwa nicht?
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  •   likeka
    (520 Beiträge)

    28.07.2020 19:32 Uhr
    Wie kann das sein?
    Es geht um Werke von 100 Millionen Euro und das Land kriegt das seit zwei Jahren nicht auf die Kette?
    Wir leben im Jahr 2020 und man Schreibt alle paar Monate einen Brief??!

    Bei 100 Millionen Euro wäre vielleicht auch mal der Herr Ministerpresident gefragt, wenigstens die Ministerin und nicht "nur" die Staatssekretärin.

    (Man könnte fast meinen solange es die Kunsthalle Karlsruhe betrifft und nicht die Staatsgalerie Stuttgart ist dem Land das herzlich egal)
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