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Karlsruhe Nach Kritik: Staatstheater-Intendant Spuhler verspricht Transparenz

Nach Kritik an seinem Führungsstil verspricht der Karlsruher Generalintendant Peter Spuhler Transparenz. In einer Mitteilung der Theaterleitung vom Mittwoch hieß es, er habe sich auf einer Personalvollversammlung am selben Tag betroffen von den Vorgängen um das Badische Staatstheater und die Kritik an seinem Führungsstil gezeigt.

Er habe "die Menschen, die sich durch sein Vorgehen verletzt fühlten", um Verzeihung gebeten. Zugleich sagte er der Mitteilung zufolge Veränderungen und Beteiligung zu. Er habe verschiedene Vorschläge zur weiteren internen Diskussion vorgelegt.

Der Personalrat des Drei-Sparten-Hauses hatte zuvor in einem offenen Brief angebliche Missstände angeprangert wie "Kontrollzwang, beständiges Misstrauen, cholerische Ausfälle" seitens Spuhler. Es herrsche ein toxisches Arbeitsklima, heißt es darin unter Berufung auf vertrauliche Gespräche des Personalrates mit Mitarbeitern.

OB Mentrup "nimmt Schilderungen ernst"

In dem Zwist hatten sich auch Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) und Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) zu Wort gemeldet. In einer gemeinsamen Stellungnahme hatten sie mitgeteilt, sie nähmen die Schilderungen ernst und würden sich damit auseinandersetzen. Bauer hat den Vorsitz im Verwaltungsrat des Staatstheaters inne. Der Oberbürgermeister von Karlsruhe ist Stellvertreter.

Bild: Marlene Witke

Spuhler ist seit 2011 Generalintendant am Badischen Staatstheater. Unter seiner Leitung hat das Haus auch bundesweit viel Beachtung erfahren. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte er seinen bis 2021 laufenden Vertrag um fünf Jahre bis zum August 2026 verlängert.

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Kommentare (15)
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  •   Zackenbarsch
    (250 Beiträge)

    09.07.2020 12:26 Uhr
    Wie löst man das?
    Ganz einfach. Ehrenvoller Abschied, großzügige Abfindung und üppige Pension. Der Steuerzahler darfs bezahlen.
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  •   Schillerlocke
    (275 Beiträge)

    09.07.2020 09:43 Uhr
    Wenn ein Choleriker
    Transparenz verspricht, würde ich vorsichtig sein. Choleriker in diesem Alter sind unbelehrbar. Da hilft nur ein Personalwechsel.
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  •   Reger
    (226 Beiträge)

    09.07.2020 09:06 Uhr
    Jetzt passiert was.
    Mentrup und Bauer nehmen die Schilderungen sehr ernst, und wollen sich damit auseinandersetzen.
    Das ist eigentlich gar nichts. Wenn es regnet und ich setzte mich damit auseinander, dann habe ich noch keinen Regenschirm aufgemacht.
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  •   korrekt
    (104 Beiträge)

    09.07.2020 12:54 Uhr
    Warum soll jetzt was passieren?
    Den Entscheidungsträgern war doch bisher schon alles bestens bekannt!
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  •   Reger
    (226 Beiträge)

    09.07.2020 13:16 Uhr
    Alibiveranstaltung
    Dann wäre das lediglich eine Alibiveranstaltung gewesen, um die Gemüter zu beruhigen. Also eine Theaterinszenierung in Coronazeiten.
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  •   FCKSUV
    (321 Beiträge)

    09.07.2020 08:39 Uhr
    Im Sandkorntheater
    wäre er besser aufgehoben. grinsen
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  •   Reger
    (226 Beiträge)

    09.07.2020 09:07 Uhr
    Das
    will man doch dem Sandkorntheater nicht zumuten.
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  •   80er
    (5737 Beiträge)

    08.07.2020 19:08 Uhr
    Soweit....
    ....ich weiß hat die Stadtverwaltung einige Führungsgrundsätze. Darin ist geregelt, wie die Vorgesetzten mit ihren Mitarbeitern umgehen sollen. Meiner Meinung nach müssten diese Grundsätze auch für die Unternehmen/Einrichtungen gelten, bei denen die Stadt beteiligt ist oder die Trägerschaft stellt. Wenn diese Einrichtungen diese Führungsgrundsätze bei diesen Einrichtungen nicht eingehalten werden kann es nur zwei Möglichkeiten geben. Entweder der jeweilge Vorgesetzte nimmt seinen Hut oder die Stadt verabschiedet sich von der Trägerschaft/Beteiligung.
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  •   silberahorn
    (10367 Beiträge)

    09.07.2020 02:23 Uhr
    Äpfel und Birnen
    zu vergleichen bringt in so einem Fall wenig.
    Der Kunde beim Theater kann wegbleiben, wenn ihm das Ergebnis nicht gefällt, das aus einem Arbeitsklima entstand. Ein Bürger, der von Verwaltungsentscheidungen betroffen ist, kann schließlich umziehen, wenn es ihm das Ergebnis nicht gefällt? Beispiel: Wenn, aus welchem Grund auch immer, von Seiten der Stadt etwas nicht rechtzeitig bearbeitet wurde und somit eine Genehmigung für ein Bordell in einer Spielstraße erteilt werden musste, kann ein betroffener Nachbar sein Haus verkaufen, denn es steht auch jedem Bürger frei zu gehen. Machen kann er ansonsten sowieso nichts mehr, weil die Gesetze eben so sind? (Knielingen)

    Zwischen "Kontrollzwang" und "Laissez-faire" gibt es noch so etwas wie Verantwortung für die Auswirkungen eines Führungsstils.
    Den Führungsstil der Stadtverwaltung bei der Gelegenheit hervorzuheben, das hat was. grinsen
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  •   silberahorn
    (10367 Beiträge)

    09.07.2020 02:56 Uhr
    Der kleine Unterschied
    bei - nicht fristgerecht zugestellt - muss jetzt nicht ausführlich erklärt werden, weil die Fristen für Widersprüche gegen Bescheide der Stadt für Bürger auch ziemlich knapp bemessen sind.
    https://bnn.de/lokales/karlsruhe/warum-in-knielingen-ein-bordell-genehmigt-wurde-obwohl-das-offiziell-niemand-will

    Abgesehen davon kann man aus dem Rathaus heraus auch haarsträubende Antworten an Bürger versenden, die nicht als Bescheid gelten.
    Offiziell kann man viel nicht gut finden, aber es stellt sich trotzdem die Frage, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Überlastung? Wie oft kommt solch eine Überlastung dann aber vor? Bedauerlicher Einzelfall? Absicht, weil man den Hausbesitzer kennt, wird man gewiss nicht unterstellen dürfen.
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