Gemeinsam mit den Geschwistern Marlis und Heiner Kieft und deren Filmtheatergruppe wurde das Projektes in der Nähe des Museums für Neue Kunst, das somit auch zur Namensgebung herangezogen wurde, in Angriff genommen.

Nach Baubeginn 1998 dauerte es schließlich noch zwei Jahre bis der Filmpalast am ZKM zum am 22. März 2000 erstmals seine Türen für das Karlsruher Publikum öffnete.

Seit diesem Tag, an dem die Filmvorstellungen gratis waren und es manch einer ob des Andrangs nicht schaffte, einen der fast 3.000 Plätze zu ergattern, hat sich der Filmpalast am ZKM über die Jahre den Ruf als Prestigeobjekt wahren können und ist fester Bestandteil der Stadt geworden.

"Der Filmpalast gehört mittlerweile zu Karlsruhe wie Schloss und Pyramide“

Löste die Errichtung des Multiplexkinos damals bei einigen Bürgern Kontroversen aus, so zeigte sich jedoch, dass sich der Filmpalast erfolgreich in die bestehende Kinolandschaft Karlsruhes einbetten konnte und das Film- und Kulturleben vor Ort maßgeblich bereicherte. Dies bestätigt auch Andreas Buschmann, Theaterleiter des Filmpalast am ZKM: "Der Filmpalast gehört mittlerweile für viele zu Karlsruhe wie das Schloss oder die Pyramide.“

Maßgeblich verantwortlich war hierfür Georg Fricker, der auch Eigentümer der Schauburg war. Bis zu seinem Tod im Juni 2008 war er geschäftsführender Gesellschafter des Filmpalast am ZKM und brachte durch seine Erfahrungen als Filmtheaterbetreiber den Filmpalast in die Top-Riege der heutigen Kinolandschaft in Deutschland. Auch architektonisch kann sich der Filmpalast sehen lassen.

Die große Glasfassade und die imposante Bauweise laden Besucher ein, das Multiplexbauwerk aus der Nähe und im Inneren zu betrachten. Wohl fast alle Kinobegeisterten der Region haben schon einmal von der zweiten Kinoetage dem bunten Treiben der Besucher im Foyer und auf dem Vorplatz zugeschaut. Das Erlebnis Kino zählt heute neben vielen anderen Freizeitbeschäftigungen immer noch zu den Beliebtesten; das hängt nicht nur mit dem Faktor Film zusammen. Ein Kinobesuch bietet mehr als nur einfach einen Film schauen: mit Freunden im Kino treffen, gemeinsam eine Tüte frisches Popcorn teilen und sich anschließend noch über den Film unterhalten. Dies mögen nur ein paar von vielen Gründen für einen Kinobesuch sein.

Neben dem Film bietet der Filmpalast seinen Gästen mit Darstellerbesuchem, zuletzt Bushido für seinen neuen Film "Zeiten ändern dich" oder in vergangenen Jahren Ralf Möller, Michael Bully Herbig, Erkan und Stefan oder Bastian Pastewka und Oliver Kalkofe echtes Erlebniskino.  Und wer hat sich montags nicht schon einmal in die Sneak Preview gewagt, in der ein Überraschungsfilm mit Verlosung wartet und das Publikum ausgelassen und fröhlich dem Filmtitel auf der Leinwand entgegen fiebert. Die Damen genießen in regelmäßigen Abständen den "Ladypalast", bei dem alles auf einen schönen Abend mit Freundinnen ausgerichtet ist: Neben einem Glas Sekt dürfen sich die Damen (und die meist wenigen Herren), auf ein Buffet und ebenfalls auf eine Verlosung vor dem Film freuen.

Auch technisch ist man in der Brauerstraße mit der Zeit gegangen. So war der Filmpalast eines der ersten Kinos in Deutschland, das im Juli 2009 mit der Vorführung von Filmen in 3D begonnen hat. Auch wenn die digitale Projektion noch immer auf dem Vormarsch ist, beweist sich der Filmpalast weiterhin im Spagat zwischen der neuen digitalen und der bewährten 35mm-Filmtechnik. Publikumszuspruch ist der Lohn: Während der Jubiläumswoche erwartet das Filmpalast-Team den zehnmillionsten Besucher.

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