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Karlsruhe The BossHoss auf Das Fest: Ein Feuerwerk der guten Laune

Casper, Seeed, Culcha Candela: Wahrlich sollten es die Country-Rocker von The BossHoss am Samstag nicht leicht haben, das gewöhnliche Fest-Publikum in ihren Bann zu ziehen, ist dieses doch an "poppigere" Klänge auf der Mainstage gewöhnt. Und doch: Nach einer kurzen Anlaufphase explodierte die Stimmung auf dem Mount Klotz - was nichtzuletzt an einem illegal gezündeten Feuerwerk aus der Menge heraus lag...

Pünktlich um 21 Uhr, quasi zur Fest-Primetime, schwangen sich die Jungs von The BossHoss auf die Bühne. Der Blick dürfte auch für die wohl berühmtesten Cowboys Deutschlands, die schon so einige Stages rockten, atemberaubend gewesen sein: Der legendäre Mount-Klotz - voll bis in alle Verstärker-Ecken, mit dem Publikum auf einer Augenhöhe.

Ein holpriger Rodeo-Ritt zu Beginn

Wilder Munharmonika-Sound, Kontrabass, schmusige Country-Nummern: An diese doch ungewöhnten Klänge musste sich Mount Klotz zu Beginn des Konzerts erst einmal gewöhnen, war das Main-Programm doch in den letzten Jahren eher auf klassischen Pop, Deutsch-Reggae und frechen HipHop getrimmt. Wahrlich: The BossHoss sind nicht mit Casper, Seeed oder den Sportis zu vergleichen - dementsprechend fiel das subjektive Empfinden des Altersdurchschnittes im Publikum am Samstagabend aus.

So richtig warm schienen die Klotze-Fans mit den Cowboys in den ersten 40 Minuten dennoch nicht zu werden, obwohl diese von Beginn an ein phänomenales, musikalisch astreines Entertainment-Programm abfeuerten. Sämtliche Aufforderungen an die Karlsruher, mit Leib und Seele auszurasten, endeten zunächst eher in halbherzigem Applaus - hier und da sprang jemand auf und ab. Der größere Teil des Mount Klotz jedoch gab sich mit schlichtem Wippen eher zurückhaltend schüchtern.

Die Zugabe holte das Fest auf die Bühne

In ihren Bann ziehen konnten die wilden Rocker ihr Publikum erst zum Ende hin mit ihrem All-Time-Klassiker "Don't gimme that". Dass die Stimmung kurz vor 22 Uhr wahrlich explodierte, lag jadoch nichtzuletzt an einem ungern gesehenen Zwischenfall, der die Ordnungshüter gehörig auf Trab hielt: Plötzlich schossen dutzende Feuerwerkskörper vom Mount Grape aus in den Himmel - ein Weckruf an die Festfreunde! Augenblicklich erwachte die Klotze aus ihrer Ohnmachtsstarre und gab sich schließlich dem Western Rock'n'Roll auf der Hauptbühne hin.

Dass sie ihre Kritiker erst zum letzten Song im Programm in ihrem Bann ziehen konnten, wollten The BossHoss anscheinend nicht auf sich sitzen lassen: Es folgte eine grandiose Zugabe, die das Fest buchstäblich auf die Bühne holte. Heiße Karlsruher "Ladys", Bierdusche, großes Orchester und oberkörperfreie Rocker - das war es, auf was Mount Klotz in der Stunde zuvor offenbar gewartet hatte. Endlich tanzte jeder einzelne, vergaß offenbar für ein paar Minuten, dass er "Country-Musik" normalerweise nicht zu seinem Musik-Repertoire zählte und gab sich dem Rodeo-Sound hin. Ein Fest-Abend, wie er nicht besser hätte ausklingen können. 

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Wo? Karlsruhe - Günther-Klotz-Anlage
Tickets? 10 Euro pro Tag für Hügelbereich
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Kommentare (7)
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  • unbekannt
    (130 Beiträge)

    28.07.2014 08:25 Uhr
    Boss Hoss Boss Hoss Boss Hoss
    ganz so bieder wie im Artikel beschrieben wars dann doch nicht. Boss Hoss ist Country und das nicht jedermanns Sache. Aber die Jungs haben den Mount Klotz gerockt und andersherum genauso. Das Feuerwerk war der Anfang was die Band dann abgebrannt hat, eine Sohow vom besten. Mit Abstand das beste vom Fest 2014. mit einem Wort das zu beschreiben " Geil "
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  • unbekannt
    (511 Beiträge)

    27.07.2014 22:47 Uhr
    Ist jetzt
    dann bald Ruhe mit dieser Scheissmusik?

    Hält ja kein Mensch aus, diesen Radau!

    Hoffentlich macht diese Scheissveranstaltung endlich so pleite, dass die Stadt beim besten Willen nichts mehr zuschiessen kann.

    Scheiss Fest! Scheiss Musik! Dreck!
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  •   andi-b7
    (2766 Beiträge)

    28.07.2014 12:26 Uhr
    wenn motzen willst kannst in die verbotene Stadt ziehen.
    zwinkern
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  •   till
    (930 Beiträge)

    27.07.2014 14:24 Uhr
    Was?
    Kein Pfefferspray- und Schlagstockeinsatz?
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  • unbekannt
    (1 Beiträge)

    27.07.2014 13:49 Uhr
    Zugaben sind ja schon schön,
    die hätte ich am Sonntag beim Klassik-Frühstück auch gerne gehabt. War schon fast peinlich wie der Sprecher das Orchester von der Bühne komplimentiert hat. Ich habe nachher noch ein Mitglied des Orchesters darauf angesprochen. Die hätten auch gerne noch eine Zugabe gegeben, durften aber nicht. Das war irgendwie frustrierend.
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  •   vielfahrer
    (411 Beiträge)

    27.07.2014 15:08 Uhr
    Zugaben
    gibt es schon immer nur, wenn sie innerhalb des vorgegebenen Zeitplans vorher (!) schon eingeplant werden. Die Bands wissen das, das Orchester sollte es eigentlich auch wissen. Ansonsten hätten die letzten Bands wohl eine Stunde Verspätung und mehr und das geht gar nicht.
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  • unbekannt
    (511 Beiträge)

    27.07.2014 18:32 Uhr
    Wenn
    BossHoss zehn Stunden Verspätung haben geht das schon, so schlecht wie die sind.
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