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Karlsruhe Das Fest 2017: Das Geheimnis des Erfolgs liegt in der Vielfalt!

Ob Groß oder Klein - beim Fest 2017 schaut man in fröhliche und glückliche Gesichter. Aber warum ist das so? Die Wahrheit liegt in der Vielfalt des Festivals. Eine Fest-Kolumne von Toby Frei.

Natürlich gibt's auch Diskussionen um die Zukunft von Das Fest, natürlich darf (und muss?) man sich fragen, soll alles noch größer, noch besser werden? Andererseits ist so auf dem Fest für jeden etwas dabei, jeder findet hier seine kulturelle Nische.

Selbstreflektion und Gedankenoffenheit sind aber nie der falsche Weg. Um es persönlich zu sagen: Ich finde zehn Euro für die Hauptbühne (alle anderen Angebote sind ja sowieso frei) keine schlechte Lösung, so bekämen die Macher deutlich mehr finanzielle Beinfreiheit für ihr Tun.

 
Impression Das Fest 2017
Impression Das Fest 2017 | Bild: Paolo Costanzo

Jede Bühne ist wie ein eigenes kleines Biotop anzusehen, ein Sammelsurium von unterschiedlichen Geschmäckern und Stilarten. Nehmen wir als Beispiel die bunte und verspielte DJ-Bühne: Natürlich ist das vor allem musikalisch eher was für die Jugend, aber es ist schon eine ganz besondere, spezielle Atmosphäre, gerade hier herrscht eine große Vielfalt an Menschen; es ist eine tanzende Familie, die auch zu Le Filou abgeht. Auch die Kulturbühne ist eine schöne Angelegenheit und Möglichkeit, sich entspannt unterhalten zu lassen, es gibt da ganz tolle Acts und Kleinkünstler zu erleben und zu entdecken. Und alle Neugierigen gehen zum Entenrennen.

Auch Curse wäre etwas für mittlere bis große Massen

Schauen wir uns die Hauptbühne an, das ist was für Fans und Familien, die stressfrei unterhalten werden wollen. Natürlich sind die Sportis, Sido und Jennifer Rostock trotz ihrer Spezialität eher was fürs Mainstream-Publikum, aber das schmälert den Spaß der Leute nicht, die sich einfach entspannen und genießen wollen. Auch Curse auf der Feldbühne ist (und wäre) durchaus etwas für mittlere bis große Massen - und draußen auf der Rampe rocken die Skateboarder und Inliner-Skater und die, die es werden wollen.

Bild: Reiff

Ich persönlich brauche ja die riesigen Menschenmengen eher und so gar nicht und bin zugegebenermaßen (musikalisch) ein großer Fan der Feldbühne. Aber das ist definitiv Geschmackssache, ich such' mir halt lieber die kleineren kulturellen Plätze raus. Bei der genannten Bühne kommt man auch mal ganz nah an die Künstler heran - ein unschätzbarer Vorteil für echte Fans.

Bild: Two Sense Photography

Nicht falsch verstehen, klar ist auch: Ohne die sprichwörtliche und stilistische Vielfalt wäre das Fest nicht das, was es ist, da kann man auch ruhig mal (wenn's gefällt) für die mainstreamige Hauptbühne ein paar Euro hinlegen. Aber: Manchmal muss man eben auch auf das Kleine im Großen achten. Es lohnt sich.

www.dasfest.de

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Das Fest Karlsruhe: Programm, Line-up, Tickets und alle Neuigkeiten und Gerüchte immer aktuell auf ka-news.de
Wann? 20. bis 22. Juli 2018
Wo? Karlsruhe - Günther-Klotz-Anlage
Tickets? 10 Euro pro Tag für Hügelbereich
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Kommentare (1)
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  •   Fizzy_Bubblech
    (386 Beiträge)

    23.07.2017 17:17 Uhr
    Warum
    muss ich bei dieser penetranten "Berichterstattung" an Jute, Asien und Getreide denken?
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