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Karlsruhe Budendorf in Eggenstein öffnet: Könnte hier auch der Christkindlesmarkt stattfinden?

Nach wochenlangem Ringen mit den Behörden ist es am Freitag endlich soweit: Schausteller Willy Krusig darf sein Budendorf in Eggenstein-Leopoldshafen eröffnen. Täglich bis zum 31. Oktober erwarten die Besucher hier Essens- und Getränkestände, ein Spielplatz für Kinder und ein buntes, wechselndes Programm. Könnte das vielleicht sogar der Veranstaltungsort für den Karlsruher Christkindlesmarkt werden?

Bis die Öffnungserlaubnis in trockenen Tüchern war, war es ein langer Kampf: Schon vor rund zwei Monaten hat Willy Krusig seine Buden auf seinem Privatgelände am Hagsfelder Weg 4 am Ortseingang von Eggenstein-Leopoldshafen aufgebaut. Mit dem Budendorf als eine Art dauerhaften Biergarten wollte er die Zeit der Corona-Pandemie überbrücken.

Hygienekonzept und Programm stehen

Doch die Öffnung ließ auf sich warten. Schuld waren fehlende Genehmigungen, unter anderem um Alkohol ausschenken zu dürfen. Vor drei Tagen dann Erleichterung: Die schriftliche Erlaubnis ist endlich da. Nach dem langen Tauziehen für Willy Krusig endlich ein Grund zur Freude, wie er im Gespräch mit ka-news.de bei der "Warm-Up"-Veranstaltung vor Ort erklärt.

Schausteller Willy Krusig in seinem Budendorf. | Bild: Thomas Riedel

Das Hygienekonzept mit Abstandsmarkierungen und Desinfektionsmittel-Spendern steht, das wechselnde Programm - unter anderem mit Alleinunterhalter, Mittagstisch, Kasperletheater und Zauberer - ist laut Krusig festgelegt.

Bild: Thomas Riedel

Bevor es am Freitag, 21. August, um 16 Uhr losgehen kann, seien aber noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen: So muss der Spielplatzbereich mit Schaukel- und Kletterlandschaft noch entstehen.

Spielplatz wird aktuell aufgebaut

Damit habe man laut Krusig bis ganz zum Schluss gewartet: "Ich habe gesagt, bevor ich die Genehmigung nicht schriftlich in der Hand halte, werde ich diese Anschaffungen nicht tätigen", sagt er im Gespräch mit ka-news.de. Dann stehe der Eröffnung allerdings nichts mehr im Weg.

Ab Freitag ist das Budendorf dann täglich ab 11 Uhr bis zum 31. Oktober geöffnet. Mit diesem Datum läuft - Stand heute - auch das Corona-Verbot für Großveranstaltungen aus. Die Zeit danach sieht laut Willy Krusig aber auch nicht besser aus.

Bild: Thomas Riedel

"Schon für November gibt es keine Plätze mehr, teilweise wurden Events schon abgesagt", erklärt er. Ohne Einnahmen und mit dem  Berufsverbot falle es ihm und seinen Schausteller-Kollegen daher schwer, überhaupt über die Runden zu kommen.

Bild: Thomas Riedel

Eine mögliche Absage des Karlsruher Christkindlesmarktes wäre für das Gewerbe daher umso verheerender. Könnte der Weihnachtsmarkt in diesem Fall eventuell auf das Budendorf von Willy Krusig ausweichen? "In Relation ja, sollte der Christkindlesmarkt nicht stattfinden können", sagt der Schausteller und ergänzt: "Aber die Hoffnung stirbt zuletzt."

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Kommentare (4)
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  •   runner
    (504 Beiträge)

    17.08.2020 18:31 Uhr
    Häh?
    Zitat von ka-news Könnte der Weihnachtsmarkt in diesem Fall eventuell auf das Budendorf von Willy Krusig ausweichen? "In Relation ja, sollte der Christkindlesmarkt nicht stattfinden können", sagt der Schausteller ...

    Was labert der denn für Schwachsinn, kann der kein Deutsch? Ich kann mir denken, was gemeint ist, aber so wie er offenbar gesagt wurde, ergibt der Satz überhaupt keinen Sinn!
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  •   freigeist
    (617 Beiträge)

    17.08.2020 17:26 Uhr
    Klar doch,Weihnachtsmarkt
    da ist doch nach dem 3 Glühwein jedes Hygienekonzept für die Katz.
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  •   Route66
    (2829 Beiträge)

    17.08.2020 18:29 Uhr
    Sag doch so was nicht
    Lass uns doch den Schein wahren und so machen, als ob nichts wäre.
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  •   ALFPFIN
    (7440 Beiträge)

    17.08.2020 19:22 Uhr
    Wenn das Thema
    nicht so ernst wäre, würde ich sagen, bei manchen Buden ist das Hygienekonzept sowieso für die Katz, na ja und der Glühwein, sagen wir mal,
    er bringt einem zum "Glühen" der Wein? 😊
    Kann man natürlich nicht verallgemeinern.

    Nachdem die Infektionszahlen wieder steigen, sind auch solche Veranstaltungen bedenklich. Das liegt weniger an den Veranstaltern, sondern eher an Besuchern, die sich nicht an die Regeln halten.

    Die wahnwitzigen Party Großveranstaltungen hätte man von vorn herein rigoros verbieten müssen. Da ging es um die Verantwortungslosigkeit auf allen Seiten.
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