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Karlsruhe Booker-Urgestein des Jubez: Klaus-Peter "Jumpes" Weber hat Karlsruher Musikszene entscheidend mitgeprägt

Aufgepasst! ka-news.de-Kulturredakteur Toby Frei porträtiert in regelmäßigen Abständen Menschen, die sich in Sachen Kultur einen Namen in Karlsruhe und/oder der Region erarbeitet haben: Die Karlsruher Kulturköpfe! Heute: Klaus-Peter "Jumpes" Weber, Booker/Veranstalter beim Jubez.

"Jumpes" ist ein bunter Hund in der Fächerstadt, er ist schon seit Jahrzehnten unter anderem im Jubez aktiv und hat die Karlsruher Musikszene auch fachlich entscheidend mitgeprägt. Ohne ihn wären viele musikalische Visiten nie möglich gewesen! Seine Domänen sind dabei Soul, Jazz, Folk, Acoustic und auch Country. Der Mann hat was zu erzählen - wir haben ihm zugehört!

Corona-Zeit war "frustrierend und schwierig"

Wie seid ihr denn nach Corona gestartet, habt ihr die schwierige Zeit gut überstanden? "Ja, weil wir ja eine städtische Einrichtung sind und nein, weil es eine deprimierende und frustrierende, schwierige Zeit und Situation war, hin und her, auf und ab, verschieben und wieder verschieben."

"Jumpes" ist seit 1993 im Jubez und "es waren so viele Highlights", dass der Hobby-Gitarrist längst nicht mehr alles richtig zusammenbekomme. Vor allem jede Menge Konzerte, zum Beispiel mit Mick Taylor (ehemaliger Stones-Gitarrist), Mike Stern mit Darryl Jones (aktueller Rolling Stones-Bassist), John Lee Hooker Jr., Joe Bonamassa, Bülent Ceylan im Jubez und später in der Stadthalle, Walter Trout, Popa Chubby, Henrik Freischlader, Bernard Allison, Bruce Cockburn, Al Stewart, Leo Kottke, Guru Guru, Michael Mittermeier in der Stadthalle, Hurst & Gunzi Heil, Maybebop, Mother's Finest und viele weitere Acts.

"Ich schätze viele Karlsruher Einrichtungen"

Auf die Frage, welche kulturellen Einrichtungen er in Karlsruhe am meisten schätze, antwortet der 63-Jährige: "Substage alt und neu, Tollhaus, Hackerei, Tempel, Kohi, AKK, ZKM, Sandkorn, das Schlachthofareal mit seinen vielen Läden, auch unser Staatstheater, die Kunsthalle und die Städtische Galerie …"

"Jumpes" hat die Karlsruher Musiklandschaft über Jahrzehnte mitgeprägt
"Jumpes" hat die Karlsruher Musiklandschaft über Jahrzehnte mitgeprägt | Bild: Tim Carmele/TMC-Fotografie

Man habe eine tolle Kulturlandschaft, vielfältig, bunt, "so soll es auch bleiben. Die freien Kulturträger, groß und klein, vereint im Kulturring Karlsruhe, arbeiten sehr gut zusammen." Auch die Unterstützung durch das Kulturamt Karlsruhe müsse geschätzt werden.

Nach so langer Zeit im Jubez, gibt es noch Ziele (auch nach Corona)? Der gebürtige Karlsruher antwortet: "Da ich Ende des Jahres in den Ruhestand gehen werde, wünsche ich dem Jubez eine gute Zukunft und eine(n) passende(n) Nachfolger(in)." Die Arbeit solle weiterhin auf dem bisherigen Level bleiben und eine interessante Mischung aus Kleinkunst, Livekonzerten, Nachwuchsförderung, Kulturangeboten für Jung, Mittelalt und Alt bieten.

"Toujours Kultur" - tolle Aktion aller Beteiligten!

"Nach Corona wünsche ich uns und allen Kulturläden, dass wir diese schreckliche Phase, die schon viel zu lange andauert, möglichst schnell hinter uns lassen können, vergessen werden wir sie wohl nicht so schnell",  dass vielleicht eine bessere Kulturlandschaft entstehe, aus Fehlern gelernt werde, die Solidarität unter den vielen Veranstaltern wieder wachse, "weil uns das eine solche Krise gekehrt hat. Sie, die beiden 'Toujours Kultur'-Festivals 2020 und 2021, sind so bisher noch nie dagewesen, alle freien Kulturträger haben monatelang zusammen vorbereitet und durchgeführt und an einem Strang gezogen. Toll!"

"Jumpes" im Gespräch mit ka-news.de-Kulturredakteur Toby Frei
"Jumpes" im Gespräch mit ka-news.de-Kulturredakteur Toby Frei | Bild: Tim Carmele/TMC-Fotografie

Nach so langer Zeit, gibt es noch etwas, was du kommunizieren willst (vielleicht zur Lage der Kultur in Karlsruhe) - hier ist der Platz dafür! Die Lage der Kultur sei natürlich coronabedingt bescheiden, "aber wir werden das irgendwie und -wann überwinden und nach vorne schauen, alle versuchen, das Beste draus zu machen, das finde ich gut und so muss es weitergehen."

"Kultur muss noch mehr geschätzt werden"

Die Kulturlandschaft in der Fächerstadt sei bunt, vielfältig, differenziert und divers, bietet alles für alle, "das soll so bleiben, beziehungsweise muss von Teilen der Politik und der Bevölkerung vielleicht noch mehr Wert geschätzt werden. Hierzu muss vielleicht auch wieder mehr Geld bereit gestellt werden, zum Beispiel auch - ganz aktuell – für die derzeit schlechte Proberaumsituation für junge und alte Musiker und Bands."

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