Karlsruhe "art Karlsruhe" 2010 zwischen Videokunst und Südafrika

Das badische Eldorado der Kunst hat eröffnet: Mit 208 Galeristen aus zwölf Ländern präsentiert die siebte "Art" in den Karlsruher Messehallen von Donnerstag bis Sonntag, 4. bis 7. März, nach bewährtem Konzept Malerei, Plastik, Grafik und Fotografie aus Klassischer Moderne und Gegenwart.

36 neue Aussteller sind dieses Jahr hinzugekommen: Ihre Premiere geben beispielsweise die Galerie Scheffel (Bad Homburg) und Michael Werner (Köln, New York); treu bleiben der "Art" neben vielen anderen Galeristen Rainer M. Ludorff (Düsseldorf), Hans Maulberger (München) und Georg Nothelfer (Berlin). Abermals ausgebaut wurde die Präsenz jüngster Kunst, als "Neue Positionen" betitelt in der dm-Arena platziert.

Bewährte Formate wie die Museumsmeile, die 19 Skulpturenplätze sowie den Editions-, Fotografie-, Installations- und Objektsektor ergänzen dieses Jahr zwei Sonderausstellungen in der dm-Arena: Die Schweizer Videokunstkollektion von Carola und Günther Ketterer-Ertle lockt mit "Looping Memories". Zu sehen sind kurze Clips, die in Endlosschleifen abgespielt werden. Und neben der Fußballweltmeisterschaft zieht zum zweiten das kulturelle Südafrika mit Werken aus dem Besitz der Dr. Sello Rathete Collection und der Daimler Art Collection die Blicke.

Das Konzept des Dialogs verfolgt wie im vergangenen Jahr das "Art Meeting" im Foyer Ost. In zwölf je 20 Minuten kurzen Einzelgesprächen diskutiert der Verleger Karlheinz Schmid an zwei Tagen mit prominenten Galeristen, Kritikern, Museumsleuten und Sammlern über den Kunstbetrieb: Am Donnerstag hat der Wortwechsel von 14 bis 16 Uhr die Aspekte der Editionskunst zum Thema; um Malerei und Skulptur geht es am Freitag, ebenfalls zwischen 14 und 16 Uhr. Der Eintritt ist für "Art"-Besucher frei.

In die dritte Runde gehen die beiden Kunstpreise auf der "Art": Neben dem mit 15.000 Euro dotierten "Art Karlsruhe Preis" des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe für die Galerie und den Künstler mit der besten Soloschau (Freitag, 17 Uhr) verleiht die Hans-Platschek-Stiftung ebenfalls im Foyer Ost den "Hans-Platschek-Preis für Kunst und Schrift" an die polnische Künstlerin Monika Grzymala (Donnerstag, 17 Uhr).

Darüber hinaus jurierte der Landesverband Berliner Galerien (LVBG) 14 Kunsthändler von der Spree und stellt sie nach 2009 zum zweiten Mal unter dem Titel "Art From Berlin" auf je 25 Quadratmetern vor. Eine kompakte Skulpturenpräsentation des Georg-Kolbe-Museums bereichert die LVBG-Lounge.

Die "Art Karlsruhe" ist auf dem Messegelände in Rheinstetten von Donnerstag bis Samstag, 4. bis 6. März, zwischen 12 und 20 Uhr und am Sonntag, 7. März, von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 16 Euro (ermäßigt zwölf Euro), Zweitageskarten gibt es für 24 Euro (ermäßigt 20 Euro) und die Dreitageskarte zu 30 Euro. Eine Abendkarte ist ab 17 Uhr für zehn Euro zu haben.

www.art-karlsruhe.de

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