Ettlingen "Zeitenwende 1918/1919": ka-news verlost exklusive Museumsrundgänge im Schloss Ettlingen

Mit exklusiven Ausstellungs-Rundgängen haben wir bei ka-news gute Erfahrungen gemacht, wir waren unter anderem schon in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und im Museum beim Markt zu Gast. Diesmal geht's nach Ettlingen in die Schau "Zeitenwende 1918/1919 - Künstler zwischen Depression und Aufbruch".

Zur Thematik der Ausstellung: Das erste pazifistische Kriegerdenkmal Europas wird 1927 vom Ettlinger Bildhauer Oskar Alexander Kiefer geschaffen und steht als Ausgangspunkt zur Ettlinger Schau "Zeitenwende 1918/19". Die Ausstellung skizziert die individuellen Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf die Lebenswelt und die künstlerische Entwicklung der Künstler Karl Hofer (1878-1955), Walter Becker (1893-1984), Karl Albiker (1878-1961), Helene Albiker-Klingenstein (1878-1952) und Oskar Alexander Kiefer (1874-1938).

Ihre Lebenswege kreuzen sich mehrmals, immer wieder auch in Ettlingen. Sie gehören einer Künstlergeneration an, die ein traumatisches Kriegserlebnis eint sowie der Wille zu einer Neuorientierung. Die Nachkriegsjahre schaffen mit ihrer großen künstlerischen Freiheit ohne Zensur den Nährboden für nahezu jede Form neuer künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten.

Besucher sind eingeladen, in der Ausstellung Platz zu nehmen

Die Ausstellung versucht entlang eines thematischen Erzählstrangs die inhaltliche Ausrichtung, künstlerische Entwicklung und stilistische Verortung der fünf Künstler nachzuvollziehen. Originalentwürfe zu Gefallenendenkmälern und künstlerische Gelegenheitsarbeiten wie ein Marionettentheater reflektieren eine unruhige Zeit, in der sich die Künstler neu orientieren mussten.

In den 1920er Jahren erleben die ausgestellten Künstler alle eine Phase beruflichen Erfolgs. Ihre Werke sind gefragt und werden in den großen Galerien gezeigt. Gemälde, Buchillustrationen, Objekte aus dieser Zeit sind in der Ausstellung ebenso vertreten wie ein Originalfilm aus den 1920er Jahren. Die Besucher sind eingeladen, in der Ausstellung Platz zu nehmen und der Musik der Zwanziger Jahre in Originalaufnahmen zu lauschen, wo "Amalie mit dem Gummikavalier baden geht", während man sich die Werke jener Jahre auf sich wirken lässt.

Man trifft sich zum Tanztee und Vereinsbällen

Zusätzlich zu den ausgestellten Kunstwerken wird auch die historische Situation zur Zeit der Weimarer Republik, mit besonderem Bezug auf Ettlingen, gezeigt. In den 1920er Jahren werden Vereine für alle Gesellschaftsschichten und alle möglichen Zwecke gegründet. Das totale Tanzverbot, das während des Kriegs galt, wird offiziell aufgehoben und man trifft sich zum Tanztee und Vereinsbällen.

In den Tanzschulen kann man die neuen Tänze wie Charleston und Black Bottom lernen und die alten Tänze auffrischen. Das Aussehen der Frauen ändert sich radikal – die Kleider werden kürzer, die Haare werden geschnitten. Frauen haben das Wahlrecht, rauchen und zeigen ihre Emanzipation in der Öffentlichkeit. Trotz Inflation, Arbeitslosigkeit und Hungerkrisen wollen die Leute leben, feiern und den Schrecken des Krieges und die schlimmen Zeiten danach vergessen.

Katherine Quinlan-Flatter begleitet Führung

Im Hintergrund lauern jedoch dunkle Gestalten in der Form von extremen politischen Parteien. Das Kaiserreich ist umgestürzt und es gibt eine neue Ordnung. Stark beeinflusst durch die Revolution in Russland, bauen sich in ganz Deutschland bolschewistische Gruppen auf, welche drohen, die Macht zu übernehmen. Gleichzeitig gewinnen die Rechtsradikalen an Popularität. In Ettlingen ist Demokrat Paul Potyka Bürgermeister und versucht nach besten Kräften, Schaden von der Stadt und ihren Bewohnern fern zu halten. Dank ihm ist Oskar Kiefers Kriegerdenkmal entstanden.

Fachlich begleiten wird die Führung ka-news-Mitarbeiterin und Historikerin Katherine Quinlan-Flatter. Die Ausstellung "Zeitenwende 1918/1919 - Künstler zwischen Depression und Aufbruch" selbst ist regulär noch bis 28. April 2019 im Museum Ettlingen im Ettlinger Schloss zu sehen.

ka-news verlost 10 x 2 Gästelistenplätze für eine exklusive Führung im Museum Ettlingen. Bitte einfach das Gewinnspiel-Formular unter diesem Artikel ausfüllen und abschicken. Teilnahmeschluss ist Montag, 18. März, 12 Uhr. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Mit der Teilnahme an dem Gewinnspiel akzeptieren Sie unsere Teilnahmebedingungen.

Termin: Sonntag, 24. März, 15 Uhr, Museum Ettlingen (Schloss Ettlingen), Ettlingen

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