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Karlsruhe Warnstreik am Badischen Staatstheater überschattet Händel-Festspiele

Ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi überschattet den Auftakt der Händel-Festspiele am Badischen Staatstheater in Karlsruhe. Die Premiere der Opern-Kombination "Der Sieg von Zeit und Wahrheit" von Händel und "Der Sieg von Schönheit und Täuschung" von Gerald Barry kann am Samstag nur in konzertanter Version aufgeführt werden, teilte das Theater mit. Da die Bühnentechniker die Arbeit niedergelegt hätten, sei die Inszenierung nicht spielbar.

Die heutige Premiere  "Der Sieg von Zeit und Wahrheit/Der Sieg von Schönheit und Täuschung" am Badischen Staatstheater in Karlsruhe wird durch einen Streik beeinträchtigt. Nach Mitteilung der Gewerkschaft ver.di, Bezirk Mittelbaden Nordschwarzwald, sind die Beschäftigten am Badischen Staatstheater, die unter den Geltungsbereich des Tarifvertrages der Länder fallen, am Samstag in einen ganztägigen Warnstreik getreten.

Der Streikaufruf, dem seit heute früh um 6 Uhr gefolgt wird, betrifft vor allem das technische Personal. Die Durchführung der Premiere ist dadurch nicht gewährleistet oder wäre starken Einschränkungen unterworfen. Die Verhandlungen waren am Donnerstag, ohne dass ein Angebot der Arbeitgeberseite vorgelegt wurde, auseinander gegangen.

Der sächsische Verhandlungsführer der Länder provozierte die Theaterbeschäftigten mit der Feststellung, für weitere Verhandlungen wegen anderer "wichtiger Termine" keine Zeit zu haben. Also können nur durch die Signale aus den Verwaltungen und Betrieben, die Arbeit niederzulegen, in der nächsten Verhandlungsrunde im März ein Angebot und ernsthafte Verhandlungen erwartet werden, meinte Horst Lehmann, Mitglied der Großen Tarifkommission und Beschäftigter beim Badischen Staatstheater Karlsruhe.

Aktualisierung 14.30 Uhr:

Die Premiere der Opern-Kombination "Der Sieg von Zeit und Wahrheit" von Händel und "Der Sieg von Schönheit und Täuschung" von Gerald Barry kann am Samstag nur in konzertanter Version aufgeführt werden, teilte das Theater mit. Da die Bühnentechniker die Arbeit niedergelegt hätten, sei die Inszenierung nicht spielbar.

Betroffen von dem 24 Stunden währenden Ausstand seien auch die Kinderoper "Dino und die Arche", das Kinderstück "Kamel ohne Höcker" und die Aufführung von Peter Stamms "Agnes" in den anderen drei Spielstätten des Theaters. Die Folgevorstellungen der Händel-Barry-Opern am 19., 21. und 23. Februar können nach aktuellem Stand allerdings wie geplant über die Bühne gehen.

 

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Kommentare (20)
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  • unbekannt
    (4144 Beiträge)

    16.02.2013 19:45 Uhr
    Wuerde mich nur interessieren,
    ob alle die hier an Motzmann rumnoergeln das Theater ueberhaupt schon mal von innen gesehen haben?
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  •   camparino
    (438 Beiträge)

    20.02.2013 21:17 Uhr
    Die meisten Theatervorstellungen
    sind Wochen im Voraus ausverkauft. Es sind also beileibe nicht so wenige Leute, die sich dieses Vergnügen leisten. Und darunter sind mit ziemlicher Sicherheit auch viele "normale Malocher", die aber abends oder am Wochenende trotzdem noch Lust auf Kultur haben.
    Nur weil man persönlich an etwas kein Interesse hat, sollte man nicht dessen generellen Sinn infrage stellen
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  •   Waterman
    (5859 Beiträge)

    17.02.2013 11:13 Uhr
    Geh doch einfach mal in die Oper
    Maske und Colt kannst du an der Garderobe abgeben.

    Bis dann...
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  •   saavik
    (1477 Beiträge)

    17.02.2013 00:40 Uhr
    Ja.
    Ja.
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  •   hermann
    (106 Beiträge)

    16.02.2013 19:14 Uhr
    Badisches Statstheater
    Die Bühnenarbeiter wissen gar nicht, was sie mit ihrem Streik aufs Spiel setzen. Erstens haben sie einen sicheren Arbeitsplatz. Aber wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis. Wenn die geplante Streichung des Kulturetats der Rot- Grünen Regierung durchgesetzt wird,hat mancher Bühnenarbeiter nach seiner Entlassung genügend Zeit zum streiken und über sein ach so arges Schicksal zur jetzigen Zeit nachzudenken. Ich bin überzeugt, dass dem Sparetat so mancher Arbeitsplatz zum Opfer fällt. Wenn das Publikum vergrätzt wird und wegbleibt, dann hat die Regierung jede Menge Argumente, um Arbeitsplätze zu streichen. Wetten?
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  • unbekannt
    (1 Beiträge)

    17.02.2013 14:19 Uhr
    Publikumsreaktionen
    Warnstreiks gefährden die Zuschauerzahlen nicht, so selten, wie sie passieren.

    > Wenn das Publikum vergrätzt wird und wegbleibt, [...]

    Das Publikum ist intelligent genug, zwischen einer schlechten Qualität einer Produktion und einer aufgrund von Streik improvisierten Vorstellung zu differenzieren. Entsprechend positiv war auch die Reaktion der Zuschauer bei der Opernpremiere gestern, dort ging es in erster Linie um die Musik.

    Was mich als Zuschauerin in das Theater zieht (oder eben auch nicht), ist die Auswahl der Stücke, die gespielt werden, die Qualität der Inszenierung und die Leistung der Künstler. Das liegt aber in der Verantwortung des Intendanten und seinem Team. Sicher auch Geschmackssache, aber ich finde, dass dort mit manchen Entscheidungen schon viel mehr der Gunst des Publikums aufs Spiel gesetzt worden ist, als durch einen einzelnen Streik (der schnell wieder vergessen ist). Ob der Etat also gekürzt wird oder nicht, ist sicher unabhängig von Streiks.
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  • unbekannt
    (195 Beiträge)

    16.02.2013 15:20 Uhr
    @Motzmann
    Du hast definitiv den falschen Job ! Ich persönlich nutze gern die Angebote vom Staatstheater. Gehört zu einer Stadt dazu, bei man lebt und arbeitet.
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  •   Motzmann
    (440 Beiträge)

    16.02.2013 13:43 Uhr
    von mir aus..
    können die das ganze Jahr streiken.Kostet dann keine Steuergelder und Verdi soll sie dann bezahlen.Brauchen hier eh die wenigsten.
    Ich weiss "KULTURBANAUSE" heist es jetzt wieder aber mal ehrlich:
    Wer von uns benutzt dies, ausser den möchtegern ,ach so wichtigen
    Krawattenträgern.Der normalo Malocher hat dafür keine Zeit und ist abends müde wenn er zu Hause ist..
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  •   Bernd
    (334 Beiträge)

    17.02.2013 16:33 Uhr
    Streik am Badischen Staatstheater
    Das wurde aber auch Zeit. Wenn man bedenkt, zu was für Bedingungen ein Kulissenschieber beim Bad. Staatstheater arbeiten muss, dann frage ich mich, warum nicht jeden Abend gestreikt wird. Und betrachten wird mal die Schauspieler. Da arbeiten teilweise Künstler für einen Apfel und ein Ei zu einer unmöglichen Arbeitszeit und verdienen nicht. Ausserdem sitzen sie auf einem Schleudersitz. Wenn es der Intendanz gefällt, müssen sie gehen. Von den Tänzern gar nicht zu sprechen. Gut geht es nur den Sängern am Opernhaus, wenn sie eine Stimmlage haben die gebraucht wird, wie ein lyrischer Tenor für den Tamino in der Zauberflöte.
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  •   DaSteff
    (90 Beiträge)

    17.02.2013 11:33 Uhr
    Komischerweise....
    ...sind viele dieser "Malocher" nicht zu müde, sich wochenends in der Disse oder der Kneipe umme Ecke, das mannigfaltige Angebot der Spirituosenindustrie in die Rübe zu gießen...
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