Karlsruhe Tollhaus: Anlaufstelle für Existenzgründer - Zuwachs im Kreativpark

Existenzgründer, Freischaffende und solche, die es werden wollen, können sich ab November Tipps und Hilfestellung im Tollhaus abholen: Dort wird dann ein Kompetenzzentrum der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft beheimatet sein, das jungen und auch erfahrenen Kreativen Beratung bietet.

Wie kann ich mich besser präsentieren und mehr Kunden kennenlernen? Wie vernetze ich mich effektiv und arbeite nicht am Kunden vorbei?

Diese Fragen hat sich auch Bianca Poppke einst gestellt. Nach ihrem Studium der Visuellen Medien arbeitete sie freiberuflich im Medienbereich und war schließlich als Produktionsleiterin tätig. Inzwischen sitzt sie im baden-württembergischen Regionalbüro der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft in Stuttgart und tourt nebenbei durch die Beratungsstellen im Ländle. 

"Ich hätte mir am Beginn meines Berufslebens mehr Hilfe gewünscht"

Ab dem 3. November wird sie jeden ersten Mittwoch im Monat auch in Karlsruhe sein und im Kulturzentrum Tollhaus Gespräche führen. Freiberuflich arbeitende Künstler und Kulturschaffende, Kleinstunternehmer und Mittelständler können sich an sie wenden, Poppke betreut elf Teilbranchen: Dazu gehören die Musikwirtschaft, der Buchmarkt, der Kunstmarkt, Film und Rundfunk, die Softwareindustrie, die Darstellenden Künste, Design und Architektur sowie Presse und Werbung. 

"Ich hätte mir am Beginn meines Berufslebens mehr Hilfe gewünscht", erzählt Poppke. Dies wolle sie nun anderen Kreativen ermöglichen. "Die Beratung soll so authentisch wie möglich sein", betont auch Diethelm Rumpel von der Wirtschaftsförderung Existenzgründung, die ebenso wie das Kulturamt und das Tollhaus an der Realisierung der Beratungsstelle beteiligt ist.

Sieben Anlaufstellen in Baden-Württemberg

Insgesamt gibt es in Deutschland acht Kompetenzzentren: Baden-Württemberg, Bayern und Nordrheinwestfalen haben jeweils einen "eigenen" Ansprechpartner, die übrigen Bundesländer teilen sich auf fünf Berater auf. Bianca Poppke hat ihren Hauptsitz zwar in Stuttgart, ist aber für sieben weitere Anlaufstellen im Land zuständig, darunter Städte wie Freiburg und Ulm. "Die Liste soll allerdings noch erweitert werden", verrät sie.

Die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft wurde 2007 von der Bundesregierung gestartet, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu steigern und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie dem Beauftragten für Kultur und Medien koordiniert. Wer sich in Zukunft beraten lassen möchte, findet Poppkes Kontaktdaten auf der Internetseite der Initiative - das Gespräch ist übrigens kostenlos.

Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft

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