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Karlsruhe Sponsoren, Spender, Stehtrommler: "Das Fest" kommt wieder in Gang

Vier Monate nachdem sich der Stadtjugendausschuss als "Fest"-Veranstalter zurückgezogen hat, steckt das neue Organisationsteam mitten in den Vorbereitungen für die 26. Auflage vom 23. bis 25. Juli. Am Mittwoch präsentierten Karlsruhes Oberbürgermeister Heinz Fenrich und der designierte Geschäftsführer der Fest GmbH, Martin Wacker, neben den Neuerungen für 2010 bereits die ersten Musik-Acts.

Die Gründung der neuen GmbH mit ihren sechs Gesellschaftern KMK, Stadtjugendausschuss, Hoepfner, der B.I.G.-Gruppe, dem Rock Shop und Ball Getränke stehe unmittelbar bevor, so der OB.

In der Gaststätte im Kreativpark Alter Schlachthof war es aber zunächst an Musikkabarettist Gunzi Heil, in Anspielung auf den bislang alleinherrschenden "Fest"-Organisator gewohnt gewitzt den entstandenen "Fluhrer-Schaden" und dessen "Bereinigung" zu besingen.

Dem "Fest" bleibt Rolf Fluhrer in seinem 23. Jahr als Booker erhalten. Auch wenn man die Ansprüche herunterfahren müsse, "so trägt das Programm der Hauptbühne auch in diesem Jahr seine Handschrift", sagte Fenrich, der sein Drei-Säulen-Modell bestehend aus Wirtschaft, Stadt und Bevölkerung bestätigt sieht (siehe: "Das Fest" 2010: Gemeinderat wirft Rettungsanker aus).

Am Montag, 19. April, startet der Kartenvorverkauf

Die hat nun über den am 14. Februar gegründeten Förderverein Fest-Spende die Möglichkeit, Solidarität zu bekunden: Ab einem Euro können sich "Fest"-Sympathisanten übers gestern online gegangene Spenden-Portal einbringen - sei es zur Unterstützung kreativer Aktionen wie "Im Kopfstand durch Karlsruhe", für die Rasenpflege oder ganz allgemein zur Unterstützung des nach wie vor kostenfreien Sport- und Familienangebots, das sich künftig vom kostenpflichtigen Hügelbereich abgrenzt.

Die erste Spende in Höhe von rund 15.000 Euro kommt von der Privatbrauerei Hoepfner, die zwischen Oktober und November 2009 von jedem verkauften Bierkasten zehn Cent zurückgelegt hat (siehe: Fürs "Fest" statt für den Regenwald: Hoepfner spendet zehn Cent pro Kasten). Eine weitere Zuwendung erhielt der Verein vom Karlsruher Urgestein Horst Geppert, auch bekannt als der Wurschtl: Der "Fest"-Mitbegründer steuert 1.000 Euro zur Vereinskasse bei.

Um die finanziellen Risiken abzufedern, seien auch die bewährten wie neuen Partner aus der Wirtschaft immens wichtig, so Wacker, der mit der Sparkasse Karlsruhe einen weiteren Hauptsponsor bekannt geben konnte. In deren 60 Filialen können ab Montag, 19. April, Einlasskarten für den kostenpflichtigen Hügelbereich gekauft werden. 60.000 Tagestickets jeweils für Freitag und Samstag gehen zu fünf Euro in den Verkauf. Zelt- und DJ-Bühne sind derweil auch weiterhin frei zugänglich; wenngleich das Zelt dieses Jahr nur dem Namen nach aufs Festivalgelände findet, weil es anderweitig im Einsatz ist. Es bleibt die bloße Open-Air-Bühne. Vergeblich Ausschau halten werden "Fest"-Gänger dagegen nach der Theaterbühne. An ihrer Stelle wird das "Podium Kunst und Kultur" errichtet.

Auch über die neu aufgesetzte "Fest"-Website können ab 26. April Karten zuzüglich einer Vorverkaufsgebühr erworben und in der "Fest"-Vorwoche beim "Fest am See" gegen die zum Einlass berechtigenden Armbändchen getauscht werden; die U16-Besucher erhalten aus Jugendschutzgründen ein andersfarbiges Bändchen. Der "Fest"-Sonntag bleibt eintrittsfrei, eine Personenbegrenzung ist aber auch hier angekündigt.

Wie das neue Sicherheitskonzept weiterhin konkret ausgestaltet ist, weiß bislang nur die Expertenrunde bestehend aus Vertretern von Polizei, DRK, Feuerwehr sowie Bürgerservice und Sicherheit, die gemeinsam mit dem Organisationsteam um die beiden Projektleiter Sven Varsek und Markus Wiersch den Maßnahmenkatalog erarbeitet hat. Auch die Wissenschaft ist vertreten: Das Karlsruher Unternehmen PTV simuliert mit Softwareunterstützung die Besucherströme.

Sechs Hauptbühnen-Acts bekannt gegeben

So früh wie nie wurden dieses Jahr die ersten Hauptbühnen-Acts bekannt gegeben: Aus der Sparte "Local Heroes" spielen als "New Band Festival"-Sieger 2009 die Bruchsaler Indie-Rocker Sonic Avalanche, außerdem dürfen die bereits "Zeltbühnen"-erprobten Le Grand Uff Zaque ihre analoge Clubmusik mit frankophilem Charme, jazzy Attitüde und Soul eine Etage höher ausprobieren. Ebenfalls im Programm: die deutsche Rock-Pop-Formation Stanfour und das Händel-Konzert des "Fest"-Klassikorchesters.

Erster Fluhrer-Coup des Jahres ist der britische Singer-Songwriter Charlie Winston (Hitsingle "Like A Hobo") und der zweite große Name hat schon Headliner-Qualität: Ärzte-Stehtrommler Bela B macht es dem Bandkollegen Farin Urlaub nach, der mit seinem Racing Team vergangenes Jahr den Mount Klotz bei bester Laune gehalten hat (siehe: Schandmaul, Furt & Hügel-Hits zum "Fest"-Samstag). Weitere Infos zum "Fest"-Line-Up sollen nach Pfingsten veröffentlicht werden.

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Das Fest Karlsruhe: Programm, Line-up, Tickets und alle Neuigkeiten und Gerüchte immer aktuell auf ka-news.de
Wann? 19. bis 21. Juli 2019
Wo? Karlsruhe - Günther-Klotz-Anlage
Tickets? 10 Euro pro Tag für Hügelbereich
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    18.03.2010 16:57 Uhr
    Na und?
    'Das Fest' gabs lange genug, es war sehr erfolgreich aber am Schluss halt mit dem Anfangskonzept nicht mehr machbar.

    It's time for a change!

    Ich weiss, ich wiederhole mich auch, aber es ist absolut in Ordnung gemässigten Eintritt zu verlangen. Dann werden nämlich auch die Kosten auf alle übertragen und nicht auf die Minderheit, die 'Das Fest' in den letzten Jahren mit ordentlich Konsum grad so am Leben gehalten hat. zwinkern
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    18.03.2010 18:19 Uhr
    genau
    zumal wenn man die 5 € mit anfallenden Anreisekosten aufrechnet: Mit BC aus den Karlsruher Waben sind es hin und zurück 3,20, ohne BC 4,20. Nimmt man gegen jede Vernunft das Auto, hat das auch seinen Kilometerpreis. Selbst ein Fahrrad nutzt sich ab und hat pro km gar nicht so geringe Kosten.

    Also was soll das Geheule wegen der 5 €?
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  •   caleu
    (374 Beiträge)

    18.03.2010 11:51 Uhr
    nein danke
    das groesste umsonst und draussen festival war es einmal.
    jetzt ist es nur noch draussen
    auch fuer mich hat sich das fest so erledigt, es ist nicht mehr "mein" fest.
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  •   kscgrufti
    (3616 Beiträge)

    18.03.2010 10:57 Uhr
    Das ist nicht mehr
    das Fest, wie es einmal war, das ist einfach nur noch ein (wenn auch im Vergleich noch recht günstiges) Musikfestival, wie es jeden Sommer viele Dutzende überall gibt. Man kann nicht mehr einfach spontan entscheiden, ich schau mal vorbei oder bleib wegen dem schlechten Wetter zuhause, da man ja im Vorverkauf die kontingentierten Karten kaufen muss. Und da erst im Juni endgültig feststeht, wer an welchen Tagen kommt bzw. wer überhaupt kommt, kauft man auch noch die Katze im Sack d.h. ich muss für meine 4-köpfige Familie für beide Tage Karten für 40 EUR !! kaufen. Und dazu bleiben auch noch die Getränkepreise so hoch wie bisher. Schade, Schade so verschwindet in meinen Augen Dinge, die für mich als Ur-Feschtler Alleinstellungsmerkmale waren, die das Fest eben so einzigartig gemacht haben.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    18.03.2010 11:05 Uhr
    Das gilt aber nur
    für den Bereich vor der Bühne. Wenn Du den anderen freien Bereich garnicht wahrnimmst, dann bist Du es doch selbst, der Das Fest immer nur als Musikfestival wie jedes andere betrachtet hat.
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  •   kscgrufti
    (3616 Beiträge)

    18.03.2010 12:06 Uhr
    Das hab ich die
    letzten Jahre schon aktiv wahrgenommen, nur irgendwann werden die Kinder grösser und wollen nicht mehr zur Mobi-Spielaktion, sondern auf den Hügel. Ausserdem war für mich einfach das Gesamtpaket entscheidend, d.h. eigentlich begann der Niedergang des Ganzen mit der erstmaligen errichtung der Zäune, ich find ab da wars schon nicht mehr so wie sonst. Du kannst ja ab sofort dann nicht mehr einfach mal kurz deinen Platz verlassen und übers Gelände bummeln, musst ja dann immer rein und raus durch Kontrollen.
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  • unbekannt
    (97 Beiträge)

    18.03.2010 10:51 Uhr
    Für mich
    hat sich das Thema auch erledigt.
    So wie es mal war wird es nimmer werden. Nö Danke.
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  • unbekannt
    (91 Beiträge)

    18.03.2010 07:13 Uhr
    so viel
    zum Thema: "wir müssen aus dem Fest wieder das machen, was es mal war. Eine Bühne für regionale Bands [...]"

    In meinen Augen war das Fest 2001 das letzte mal wirklich noch DAS Fest.

    Einen ruhigen Arbeitstag an alle.
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