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Karlsruhe Siegel "Creative City": Karlsruhe wird Unesco als Stadt der Medienkunst angehören

Karlsruhe wird als Stadt der Medienkunst in das Unesco-Netzwerk der kreativen Städte aufgenommen. Die Organisation mit Sitz in Paris bestimmte 66 Städte als Neumitglieder, darunter das französische Metz als Musikstadt, das italienische Bergamo als Stadt der Gastronomie und Potsdam als Filmstadt. Weitere Kategorien sind Kunsthandwerk, Design und Literatur, wie aus einer Mitteilung der Unesco vom Mittwoch hervorgeht. In Karlsruhe gibt es mit dem Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) eine weltweit beachtete Einrichtung der Medienkunst.

Das 2004 gegründete Netzwerk umfasst mit den beschlossenen Neuaufnahmen 246 Städte in der ganzen Welt. Die Mitglieder verpflichten sich, Kultur ins Zentrum ihrer Entwicklungsstrategien zu stellen und Erfahrungen auszutauschen. Aus Deutschland sind bereits Hannover (Musik), Heidelberg (Literatur), Mannheim (Musik) und Berlin (Design) beteiligt.

"Das ist ein bedeutender Tag für die Fächerstadt", sagt Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup in einer Pressemeldung der Stadt. "Mit ihrer Entscheidung erkennt die Unesco die besonderen Potenziale Karlsruhes als Medienkunst- und Kreativstandort an. Durch die Auszeichnung als Unesco Creative City of Media Arts schärft Karlsruhe sein Profil als ein führendes Zentrum der universellen Medienkunst, der Digitalwirtschaft und IT-Forschung weiter."

Der Vorplatz des ZKM
(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Mentrup verweist hier auf das jüngste Ranking der EU, das Karlsruhe als Nummer zwei der europäischen Städte bis 500.000 Einwohner bei Kultur und Kreativität einstuft. „Die Stadt gewinnt jetzt international noch mehr an Strahlkraft und Aufmerksamkeit. Mein Dank gilt allen Partnern der Bewerbung", so das Stadtoberhaupt. "Jetzt kommt es darauf an, das enorme Potenzial, das die Aufnahme in das Creative Cities Network der Stadt Karlsruhe bietet, voll auszuschöpfen", ergänzt Kulturbürgermeister Albert Käuflein.

Den unter Federführung des Kulturamts entwickelten Aktionsplan wollen die beteiligten Institutionen in den kommenden vier Jahren in die Tat umsetzen. Lokale Bausteine sind dabei die Präsentation von Medienkunst im öffentlichen Stadtraum, etwa bei den "Schlosslichtspielen" oder beim neuen Festival "Seasons of Media Arts", sowie die Förderung innovativer, kooperativer und vernetzter Medienkunst-Projekte heißt es vonseiten der Stadt weiter. 

Schlosslichtspiele 2017
Schlosslichtspiele 2017 | Bild: Reiff

Peter Weibel, künstlerisch-wissenschaftlicher Vorstand des ZKM: "Diese Auszeichnung ist eine globale Anerkennung, dass Karlsruhe immer mehr zu einer Kapitale der Kunst und Kreativität geworden ist. Mit Dankbarkeit und Freude nehmen wir den Titel entgegen. Denn damit ist klar, dass die langjährige Kulturarbeit in Karlsruhe uns in die Champions League der Medienkunst geführt hat."

Mehr zum Thema: 

Karlsruhe hat Bewerbung eingereicht: Fächerstadt will "Unesco Creative City Of Media Arts" werden

Ab sofort und jedes Jahr: "Smart City Karlsruhe" als virtuelles Kunsterlebnis in der Innenstadt

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  •   yokohama
    (3388 Beiträge)

    02.11.2019 08:28 Uhr
    Eine würdige Vertreterin und Botschafterin
    dieser neuesten Kunstrichtung. Danke ZKM!
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  •   IchKA
    (741 Beiträge)

    01.11.2019 15:43 Uhr
    Dieser Erfolg ist größtenteils Weibel
    zu verdanken. Privatscharmützel eines Mentrup gegen Weibel sind hochgradig unpassend für einen OB.
    Weibel hatte und hat recht: Dieses Lüpertz Debakel in der kleinsten U-Bahn der Welt und wie das im Rathaus durchgezerrt wurde ist undemokratisch und daneben.
    Dass ein OB Mentrup versucht einen mehr als verdienstvollen Weibel aus persönlichen Gründen zu schassen ist hochnot peinlich und wird ihm wahrscheinlich nicht gelingen. Nicht nur mit dieser Haltung hat Mentrup der Stadt geschadet. Auch seine Haltung nach dem KSC Urteil ist mehr als fragwürdig.
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