Karlsruhe Schmökern, Netzwerken und Genießen: Karlsruher Bücherbüffet offen für alle

Von den großen Buchmessen in Frankfurt oder Leipzig hat man schon viel gehört, ebenso von den großen Verlagen, die große Autoren verlegen. Dass es auch in Karlsruhe eine florierende Verlagsszene gibt, geht neben den "Großen" häufig unter. Da stellte sich schnell die Frage, wie man trotzdem bestehen kann. Sonia Lauinger, Christine Kern und Jutta Käthler haben eine Antwort: Das Bücherbüffet.

Vom 17. bis 20. Oktober findet das dritte Bücherbüffet in der Fleichmarkthalle statt. Tagsüber eine klassische Messe und abends Lesungen der anderen Art. "Das Projekt hat eine wahnsinnige Eigendynamik entwickelt", freut sich Jutta Käthler, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. "Es scheint, als hätten wir damit den Nerv der Zeit getroffen." In den letzten Jahren habe sich gezeigt, was funktioniere, darum das Motto: "Je offener, desto besser".

"Für Leute vom Fach und Neugierige"

Christine Kern, Verlegerin und Designerin, kam die Idee zum Bücherbüffet in ihrem "Elfenbeintürmchen". Immer wieder höre man emal von dem ein oder anderen kleinen Verlag in Karlsruhe, aber wirklich kennen tut man sich nicht. "Ziel war es, ein Netzwerk für Buchschaffende und Verlagsarbeit zu schaffen."  Doch dabei soll das Bücherbüffet nicht bloß eine reine Fachmesse sein, in der sich die "Leute vom Fach" untereinander austauschen. Hobbyautoren oder solche, die es werden wollen, sind jederzeit willkommen.

Die Messeorganisation hat unter anderem Sonia Lauinger inne. Sie berichtet im Gespräch mit ka-news enthusiatisch von ihrem Herzblutprojekt. "Es gibt so viele kleine Verlage, die immer wieder die selben Fragen und die selben Probleme haben", sagt sie. "Da ist es doch sinnvoller sich zusammenzuschließen und ein Netzwerk aufzubauen." So kämen Verleger mit Autoren oder Self-Publisher mit Beratern zusammen. Am Freitagvormittag ist Netzwerktag. Hier steht das Kontakteknüpfen und Sich-informieren im Vordergrund.

Zwischen 40 und 80 Verlage in Karlsruhe

"Bei den großen Buchmessen geht man doch ein wenig unter", so Lauinger. "Da dachten wir uns, machen wir lieber etwas kleines, damit jeder seine Aufmerksamkeit bekommt." Auf startnext.de suche man aktuell noch nach Fans, die dann nach der Änderung des Status das Projekt finanziell fördern können. Dabei funktioniert startnext nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip: Entweder man erreicht das als Minimum gesetzte Budget und bekommt das Geld oder man bekommt nichts. Die Grenze des Bücherbüffet-Projekts liegt bei 1.000 Euro.

Auf die Frage, wie viele Verlage es denn nun in Karlsruhe gebe, können alle drei nur Schätzungen abgeben. "Zwischen 40 und 80 Verlage werden es sein." Einige davon werden jedenfalls beim Bücherbüffet vertreten sein, entweder mit einem Stand oder auch bei einer der abendlichen Lesungen mit Musik und Finger-Food-Menü.

Das komplette Programm und alle weiteren Infos sind unter www.bücherbüffet.de oder www.buecherbueffetblog.de abrufbar.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (0)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.