Ettlingen Schlossfestspiele Ettlingen 2011: Sex, Wunschpunsch und Musical

Sehnsüchte, mal hormongesteuert tragisch-komisch, mal dramatisch-musikalisch ernst, höllisch witzig oder sagenhaft siegfriedianisch - die "Ettlinger Schlossfestspiele" unter der Intendanz von Udo Schürmer haben es in sich und versprechen auch diesen Sommer wieder Highlights - trotz Bauarbeiten am Ettlinger Schloss.

"Wer gutes Musical sehen will, kommt an Ettlingen nicht vorbei", war in der Fachzeitschrift "Da Capo" zu lesen. Mit Rentvon Jonathan Larson bringt Intendant Udo Schürmer auch dieses Jahr einen der großen Broadway-Erfolge auf die Schlossfestspielbühne. Ausgezeichnet mit dem "Tony Award" für das "Beste Musical" und dem "Pulitzer-Preis" für das "Beste Drama" gründet "Rent" auf Giacomo Puccinis Oper "La Bohème".

Erzählt wird die Geschichte von acht jungen Künstlern im New Yorker East Village, das von einem Miethai zum Edelviertel herausgeputzt wird. Filmemacher Mark dokumentiert mit seiner Kamera Protestaktionen und ein Jahr lang das Leben seiner Freunde, ihre Enttäuschungen und Hoffnungen, ihre Sehnsucht nach Anerkennung,  Liebe und wahrer Freundschaft. Es ist eine emotionale Geschichte, kraftstrotzend, wild, tragisch, aber auch humorvoll: Die Tabus thematisiert, Beziehungen durcheinanderwirbelt, Konventionen entblößt. Mal rockig, mal balladenhaft; und es passt bestens in die Schlosssanierung und das Baustellenambiente des Schlosshofes.  Premiere: 25. Juni, 20.30 Uhr, Schlosshof.

In Woody Allens Mittsommernachts-Sex-Komödie spielen die Hormone verrückt. Das Ehepaar Andrew und Adrian, das Sexprobleme hat, lädt fürs Wochenende zwei befreundete Paare in ihr Landhaus ein: Die Verlobten Leopold und Ariel und das Liebespaar Maxwell und Dulcy. Bei einem Ausflug gerät das liebestolle Sextett dann außer Rand und Band: Alle sind verknallt und durchgeknallt, verheddern sich im Spiel der Begierden. Irren durch erotische Verwicklungen und Seelenqualen und sehnsüchteln in diesem irren Sex-Reigen doch nur nach Liebe und Zärtlichkeit. Eine ironische Parodie, tragisch und komisch zugleich. Premiere: 2. Juli, 20.30 Uhr, Schlossgartenhalle.

Witzig spritzig und höllisch spannend ist "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch" von Michael Ende sicher nicht nur für die kleinen Festspielgäste: Dem Zauberer Beelzebub Irrwitzer und seiner Tante Tyrannja Vamperl bleiben nur noch wenige Stunden, um ihr Soll an Bösartigkeiten aufzuholen, wenn sie nicht vom dämonischen Gerichtsvollzieher in die Hölle verbannt werden wollen. Nur haben sie die Rechnung ohne den Kater Maurizio und den Raben Jakob gemacht. Premiere: 24.  Juni, 15 Uhr, Schlossgartenhalle. 

Siegfried mal anders

Mit dem Ein-Personen-Stück "Ich bin nicht Siegfried" (Jürgen Flügge) wird Schulen auf Anfrage das Nibelungenlied auf theatralisch tiefsinnige Weise nahe gebracht, kulinarisch begleitet werden Jazz-Cocktails und das schillernde Leben der Judy Garland im Ettlinger "Erbprinz" und ein außergewöhnliches Theater auf Bestellung im Restaurant Padellino. Den stimmungsvollen Auftakt der "Ettlinger Schlossfestspiele" übernimmt das poetisch-romantische "SWR3 Live Lyrix" am 3. Juni um 20.30 Uhr im Schlosshof.

Tickets für die "Schlossfestspiele Ettlingen" gibt's telefonisch unter 07243/101-380, ausführliche Informationen über den angegebenen Link.

www.schlossfestspiele-ettlingen.de

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