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Karlsruhe Sandkorn-Leiter Rastetter: "Wollen das Kleinkunstzentrum der (West-)Stadt sein"

Die letzten Monate waren turbulent für das Sandkorn-Theater, so langsam scheint aber alles in die Spur zu kommen. ka-news-Kulturredakteur Toby Frei hat mit dem (neuen) Künstlerischen Leiter des Sandkorn-Theaters, Erik Rastetter, gesprochen und neue Eindrücke gesammelt.

Die Sandkorn-Gesellschafter Ullrich Eidenmüller, Günter Knappe, Erik Rastetter und Martin Wacker sehen sich auf einem guten Weg, da war aber auch viel (Hand-)Arbeit dahinter. Am Abend des 10. Januars war Premiere mit dem Sandkorn-Kabarett "Wir schaffen das!", und ob alle ob des Starts des Programms zufrieden waren, zeigte sich im aktuellen Gespräch.

Rastetter selbst war glücklich mit dem Premieren-Abend, "alles lief glatt" (obwohl sich Akteur Markus Kapp kurz vor Beginn leicht verletzte) und die Reaktionen und Eindrücke des Premieren-Publikums waren "sehr schön". Ein guter Start!

Stadt unterstützt Sandkorn-Theater mit 240.000 Euro pro Jahr

Gefragt nach der Rekonvaleszenz des Theaters, zeigte sich Rastetter realistisch: "Die ersten drei Monate waren davon geprägt, Grundstrukturen und Arbeitsgrundlagen herzustellen, und natürlich auch, um das zukünftige Programm auf den Weg zu bringen". Die Resonanz (den Ticketvorverkauf mitgedacht, der "guten Anklang" findet) des Publikums sei im Übrigen gut.

Kurz zu den Zahlen: Ohne Zuschüsse "geht's noch nicht", so Rastetter, die Stadt unterstützt das Sandkorn-Theater mit 240.000 Euro pro Jahr, das Land steuert rund 120.000 Euro jährlich bei. "Der Rest", so Rastetter ganz offen, "muss selbst erwirtschaft werden!" Augenzwinkernd die Frage, ob programmatisch auch zukünftig "Sandkorn-Klassiker" (wie Rastetter & Wacker) angedacht sind, versichert Rastetter: "Wir wollen und werden weitermachen, aber auch Schmankerl wie ein 'Dada-Abend' sind geplant", so Rastetter, "soviel kann ich verraten!"

Rastetter: "Wollen DAS Kleinkunstzentrum der Stadt sein"

Der Künstlerische Leiter des Sandkorns betont: "Wir wollen das Kleinkunstzentrum in der (West-)Stadt sein und bleiben, ein Faktor und echte Säule in der Kulturlandschaft von Karlsruhe. Zudem wollen wir eventuell bald einen Kleinkunstpreis ausloben."

Auch wolle man sich weiterhin dem Auftrag einer "sozialen Schnittstelle" verschreiben und Projekte wie "Die Spinner!" oder den Jugendclub definitiv im Portfolio des Sandkorns behalten. "Ein weiterer Schwerpunkt liegt darin, dass wir eigene Inhalte und Stoffe entwickeln, wir verstehen uns als Theatermanufaktur, denn Theater ist erlerntes Handwerk!", so Rastetter abschließend.

www.sandkorn-theater.de

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Kommentare (7)
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  •   Freigeist1
    (600 Beiträge)

    14.01.2018 12:05 Uhr
    Respekt von den Kulturschaffenden
    die hier jetzt Verantwortung übernehmen. Bravo, Standing Ovations! Meckern und Jammern ist natürlich einfacher... Was eine lebendige Großstadt wie Karlsruhe ausmacht ist ja nicht nur ein in den Keller verbannter ÖV oder Einkaufstempel à la Primark, sondern lebendige Plätze, ein Straßenleben, Clubs, Theater, Kinos, Sportstätten, hochwertige Bildungseinrichtungen, intakte Schulen, etc. Kostenmäßig sind die Zuschüsse ja "Peanuts" -dennoch sollte genau hingeschaut werden- gegenüber weit fraglicheren Ausgaben (Zuschuss Flughafen FBK, Rennbahn Iffezheim, (künftig) Tunnelüberwachung/Sicherheit/Sauberkeit/Rolltreppen- und Aufzugwartung ...)
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  •   cc91
    (273 Beiträge)

    14.01.2018 10:43 Uhr
    Die Qualität
    des Sandkorn Programms ist ziemlich unterirdisch, liegt vorwiegend an Rastetter und Wacker. Und sorry, ein Vergleich mit dem Staatstheater? Eine normale Eintrittskarte kostet auch <20 Euro und die Qualität ist mehrere Klassen höher. Da könnte man auch den KSC mit Bayern vergleichen.
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  •   betablocker
    (3134 Beiträge)

    14.01.2018 13:06 Uhr
    Immerhin
    der FC Bayern der dritten Liga. grinsen
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  •   myopinions
    (880 Beiträge)

    14.01.2018 00:08 Uhr
    .........warum stopft man denn
    so viel Kohle in dieses Theater? Und wie kann man erfahren, was denn die anderen bekommen?
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  •   lynx1984
    (2981 Beiträge)

    14.01.2018 08:27 Uhr
    Für das was
    geboten wird ist das Sandkorn-Theater sehr günstig unterwegs.
    Die Förderung sehr überschaubar. Wenn man das mit dem Staatstheater vergleicht schlackern einem die Ohren was da für Geld verbrannt wird.
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  •   Darth_Vader
    (779 Beiträge)

    14.01.2018 02:56 Uhr
    Man stopft dieses Geld in das Theater,
    um den Besuchern, die immer alles als zu teuer ansehen das Maul zu stopfen. Die Sandkornkarte kostet selten mehr als 20 Euro. Wer sich einmal mit den Betriebskosten eines Theaters auseinandergestetzt hat, wird schnell merken, daß die Subventionen gerade einmal ausreichen.
    Das SK ist eine nette Alternative zu großen Theatern, welches viel zu bieten hat. Erst ansehen, dann meckern.
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  •   Winston_Smith
    (401 Beiträge)

    13.01.2018 18:34 Uhr
    Der "Rest" ist eben nur ein Rest - wieviel ist der Rest?
    Neben den 360.000 an Subventionen - 30.000 Euro pro Monat.
    Sind die Erlöse aus Ticketverkäufen der "Rest"?

    Wohl dem Unternehmer, dem schon das Erwirtschaften eines "Restes" das Überleben sichert. zwinkern
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