Karlsruhe Punker, Künstler, Konsumenten: Die Kassierer beim "Freak'n'Art"-Festival

Das krawallschachtelige Konzept, Musik mit Literatur, Videokunst, Malerei und Grafik an einem Ort zur gleichen Zeit zu präsentieren, fand Anklang. Und deshalb steigt in der Karlsruher Fleischmarkthalle am Freitag und Samstag, 5. und 6. März, zum zweiten Mal das "Freak'n'Art"-Festival - präsentiert von ka-news.

Ein Höhepunkt ist das Heimspiel des Egoziners Klaus N. Frick. Sein Fanzine "En.Punkt" ist Legende und inzwischen als Blog im 21. Jahrhundert gelandet. Allerdings veröffentlicht der Chefredakteur der "Perry Rhodan"-Reihe noch immer regelmäßig Geschichten aus dem Leben seines Alter Ego Peter Pank.

Ganz anders wird der ehemalige Kanzlerkandidat der APPD auftreten. Berüchtigt waren Karl Nagels Fernsehauftritte zur Bundestagswahl 1998. Nun müssen sich die Kollegen an den Instrumenten mächtig strecken, um das vorgelegte Niveau zu halten.

Kein Problem für Nagels musikalisches Pendant, die Wattenscheider Kassierer; Institution des schlechten Geschmacks, abzulesen an Liedtiteln wie "Zu voll zum Verkehr", "Blumenkohl am Pillemann", "Der Harn von Rudi Carrell", "Mein schöner Hodensack", "Ich muss kacken", "Mach die Titten frei", "Sex mit dem Sozialarbeiter", "Hoch den Rock, rein den Stock" und "Stinkmösenpolka" umreißen ziemlich repräsentativ den Kassierer-Kosmos. Dazu gibt's Coversongs von Georg Kreisler.

Die grafische Seite des "Freak'n'Art"-Festivals repräsentieren etwa der gebürtige Ukrainer Slawa Palamartschuk und Markus Magenbitter mit seinen Punk-Rock-Comix. Für immenses Zuschauerinteresse werden die Berliner Mad Sin sorgen. Kurz vor Veröffentlichung ihrer neuen Scheibe füllt die Psychobilly-Band um Frontmann Köfte DeVille die Fleischmarkthalle.

Nicht ganz so bekannt, aber mindestens ebenso aufregend sind die HC Punks von SS-Kaliert, die Sindelfinger Punkrocker von den Rock'n'Roll Stormtroopers oder die in Hosen-Manier rockenden Wilde Zeiten. Neben weiteren nationalen Größen wie den Chefdenkern um Ex-Knochenfabrik-Kopf Claus Lüer kommen lokale Nachwuchsbands zum Zuge; als da wären Mari & The Krauts oder die verrückten Spätzlesdreck. Aus Karlsruhe selbst stammen die Oralapostel. Los geht's um 18 Uhr und bei aller Art gilt die Kassierer-Weise: "Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist"!

Tickets gibt's über die Festival-Website.

www.freaknart.de


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