Karlsruhe Preisträger stehen fest: Filmboard Karlsruhe zeichnet beste Indie-Filme aus

Die Jury der "Best Independents International Films 2017" in Karlsruhe hat entschieden. Die Preisträger der insgesamt elf Kategorien stehen fest, verkündet Filmboard Karlsruhe in einer Pressemitteilung.

422 Kurz- und Langfilme aus 61 Ländern aus der ganzen Welt waren eingereicht worden. In der Kategorie "Best Director" wurde Michael Bofshever für seinen Kurzfilm "Echo Park Blues" (USA 2016) ausgezeichnet. Der Film erzählt die Geschichte eines waschechten Jazz-Saxophonisten, der den Song seines Lebens geschrieben hat, wenn doch nur jemand zuhören würde. Sehr feinfühlig erzählt gelinge es dem Regisseur, die Jazzstimmung einzufangen und in eine wundervolle, sensible Geschichte zu verpacken.

Kurzfilm "237NP" erhält drei Awards

Der Kurzfilm "237NP" kann sich gleich über drei Awards freuen: "Best Camera", "Best Editing" und "Best Visual Effects". In dem Science-Fiction-Streifen wird ein Mann von einem Alien befallen, das nach natürlichen Ressourcen für seinen Planeten sucht. Der Mann widersetzt sich den örtlichen Behörden, um dem Alien zu helfen, nach Hause zurückzukehren. 

Für seine Komposition für "Day of Reckoning" (Niederlande 2017) erhält Ruud Hermans den "Best Score"-Award. Im Film bläst der achtzigjährige Hans seine Geburtstagskerzen nur halbherzig aus, denn er ist bereit zu sterben. Doch zuvor muss er sich mit seiner Vergangenheit auseinander setzen, in welcher der Schlüssel zu seinem inneren Frieden verborgen liegt. "Das ist rührend, herzergreifend und tieftraurig", so der Geschäftsführer des Filmboard Karlsruhe, Oliver Langwitz, in der Mitteilung an die Presse.

Claudia Rivarelli wird für ihre Leistung im Kurzfilm "Them" (Uruguay 2016) mit dem "Best Actress"-Award ausgezeichnet, Eddie Toll bekommt für seine schauspielerische Leistung in "Holmgang" (Großbritannien 2016) den "Best Actor"-Award. Den "Best Music Clip"-Award erhält "Trains" (Großbritannien 2017). Dem Film gelinge eine wunderbare Verbindung zwischen der Musik der britischen post-klassischen Komponistin Poppy Ackroyd und den gewählten Bildern, welche die Elemente der Natur und den Raum ihres Instruments miteinander verweben.

"Best Documentary"-Award geht an Deutschland

Der Kurzfilm "Honeymoon" (Schweiz 2017) wird in der Kategorie "Best Shortfilm" ausgezeichnet. Der Film mache vor, wie ein guter Kurzfilm zu erzählen sei, heißt es in der Pressemitteilung: kurz, auf das Wesentliche reduziert und präzise inszeniert. In der Kategorie "Best Feature Film" konnte der Langfilm "You have a nice flight" (USA 2017) die Jury überzeugen. Der Film setzte sich von seiner Konkurrenz nicht zuletzt auch wegen seines kritischen Untertons zum Thema Flugzeug ab.

Zuletzt der Preisträger des "Best Documentary"-Awards: dieser geht 2017 an "Zwischen den Fronten" (Deutschland 2016) von Nora Johanna Brockamp. Zeitaktuell und schonungslos konfrontiert der Film über einen syrischen Flüchtling mit der Realität und leistet so einen wichtigen Beitrag in der Flüchtlingsdebatte.

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