Browserpush
 

Karlsruhe "Eine Perle, mit der sich Karlsruhe schmücken kann": Sängerin Sandie Wollasch nach langer Corona-Pause zurück auf der Bühne

Sandie Wollasch hat mit dem Klaus Wagenleiter-Trio das Album "Better" aufgenommen. Das Langspielwerk erscheint im Februar 2022. Beim Pre-Release-Konzert im Tollhaus in Karlsruhe begeisterte sie ihre Fans nach der langen Corona-Pause wieder.

Musik ist die Triebfeder ihres künstlerischen Schaffens. Eigentlich braucht man Karlsruhes Sängerin Sandie Wollasch, die erfolgreiche Popsängerin mit der kleinen Jazzseele, nicht mehr vorzustellen.

25 Jahre im Musikgeschäft

Seit über 25 Jahren im Profigeschäft unterwegs und mit Musik groß geworden (Papa Jochen Wollasch ist langjähriges Mitglied der bekannten Karlsruher Kapelle "The Moonlights"), dazu mit einer außergewöhnlichen Stimme gesegnet, hat die 49-jährige Künstlerin schon mit Größen wie Hellmut Hattler, Edo Zanki oder Joo Kraus auf der Bühne gestanden und Bands wie Six Was Nine, 4 Your Soul, DePhazz, Triband oder Tab Two ihren Stempel aufgedrückt.

Bild: Hans-Joachim Of

Nach langer Corona-Pause stand Wollasch kürzlich wieder auf der Bühne und wurde beim Pre-Release-Konzert zu dem im nächsten Jahr erscheinenden Album "Better" im Kulturzentrum Tollhaus mit Standing Ovations stürmisch gefeiert.

Tollhaus-Chef Bernd Belschner hatte sie beim ausverkauften "Heimspiel", zu dem neben Familienangehörigen auch viele Freunde und langjährige Weggefährten gekommen waren, freudig mit "Eine Perle, mit der sich Karlsruhe schmücken kann", angekündigt. Als instrumentale Begleitung hat die Sängerin mit der herzlichen Ausstrahlung sowohl beim Livekonzert als auch auf dem neuen Langspielwerk „Better“ die legendäre Rhythmusgruppe der SWR-Bigband um den Jazzpianisten Klaus Wagenleiter, Bassmann Decebel Badila sowie Schlagzeuger Guido Jöris, gewinnen können.

Lockdown zum runterfahren genutzt

Dieses hochkarätige Quartett, dem die beiden Backgroundsängerinnen Silvia Dias und Sarah Libfert zudem eine besondere Note verleihen, glänzt durch eine mitreißende Mischung aus speziell arrangierten Jazz-Standards mit spannenden Entdeckungen in vielerlei Richtungen.

Bild: Hans-Joachim Of

Den Lockdown und die damit verbundene Auszeit hat Wollasch dazu genutzt, um ein wenig herunterzufahren, "denn in der Ruhe liegt manchmal eine bezaubernde Kraft". So sind eigene, ganz persönliche Stücke, entstanden. Songs die erwachsen und reflektiert daher kommen.

Wollasch ist mit sich und in ihrer Musikwelt im Reinen. Dabei geht es um Abschiede, Trennungen – oder um bedingungslose Liebe. "The Art Of Replacing The Permanent Thought Of You", heißt ein solches Stück, das Sandie Wollasch mit glockenheller Stimme, ihrem Markenzeichen über viele Jahre, vorträgt. Inzwischen hat ihr Timbre noch mehr an Tiefe und Reife gewonnen.

"Harte Zeit für uns alle"

Neben dem Titelsong "Better" spiegeln auch Stücke wie "Thanx For The Disillusion" das Ergebnis ihrer Kreativität wieder. Alles Lieder, die mal kraftvoll und leidenschaftlich, dann wieder leicht, flüchtig, gefühlvoll und zärtlich schwebend daherfliegen und die Stücke zum Leuchten bringen. Auch bei Songs, die "So Unconditionally", "Peace Of Mind" oder "Curse Or Blessing" heißen, ist Singer/Songwriterin Wollasch in ihrem Element. Ebenso bei "Flagship Model" oder "Permanent Thought Of You", bei denen die Band ordentlich groovt.

Bild: Hans-Joachim Of

Beim Livekonzert in der Fächerstadt hatte sie sich sichtlich gefreut, wieder vor Publikum auftreten zu können und auch ihre emotionale Seite gezeigt, sprach von einer "harten Zeit für uns alle" und dass man jetzt "nach vorne schauen" solle. Oftmals breitete sie die Arme aus, als wolle sie die ganze Welt umarmen.

"Solche Texte kann man nur in einem kulturellen Lockdown schreiben", sagt sie. Auch "Someday We're Gone" oder "November Rain" setzen sich im Nu in den Gehörgängen der Zuhörer fest. Das Album wurde zu großen Teilen live im Karlsdorfer Kangaroo-Studio - Edo Zankis ehemaligem Tonstudio - aufgenommen. Mit Zanki ("Der Pate des deutschen Soul"), der vor zwei Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb und zuvor über eine lange Zeit im Karlsruher Kammertheater eine illustre Gästeschar um sich versammelte, war Wollasch sehr verbunden.

Am Samstag erneut in Karlsruhe auf der Bühne

"Er war mein Mentor und Türöffner für die überregionale Musikszene. Manchmal dachte ich bei den Aufnahmen, er kommt gleich rein und hört zu", eröffnet sie. Gut, dass die Frau, die mit jeder Faser des Körpers ihre Songs performt, tanzt und lacht, bereits jetzt einen Vorgeschmack auf das kommende Langspielwerk gab.

"If It'd Only Get Better". Sandie Wollasch („Ein Leben voller Lieder“), die Frau mit der großen Ausstrahlung und Bühnenpräsenz, im Pop und Jazz zu Hause, ist ein Lieblingsmensch zum gernhaben. Wer sie kürzlich verpasste, hat am 16. Oktober im Tempel Karlsruhe, 5. November in Speyer und am 27. November in Remchingen (jeweils zusammen mit Matthias Hautsch) eine nächste Gelegenheit. Infos gibt es auch auf www. Sandiew.de.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (0)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.
ka-news-logo

Es gibt neue Nachrichten auf ka-news.de

Abbrechen