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Karlsruhe Soul-Sänger Flo Mega im ka-news-Interview: "Ich war schon öfter in Karlsruhe - denn alles, was an Frankreich grenzt, macht mich happy!"

Wir haben Flo Mega bereits kurz vorgestellt, und da er am 9. Mai im Substage aufschlägt und wir seinen Gig präsentieren, haben wir die Chance ergriffen und dem deutschen Soul-Crooner ein paar Fragen gestellt.

Du bist ja ursprünglich HipHop-Künstler, warum und wann kam der Schritt zum (Neo-)Soul?

Meine ersten Beats Mitte der 90er waren eindeutig G-Funk. Denn das wollten meine Leute, das war beliebt im Plattenbau. Da ich keinen Sampler hatte, sondern einen Yamaha Synth mit Sequenzer, waren der FM-Synth und diverse Leads und Drums schon früh ohne Sampling mein tägliches Programm. Es ist alles miteinander verbunden, HipHop hat eher eine Punk-Attitüde, ich wollte dann doch näher zur Musik irgendwann.

Warst du schon mal konzerttechnisch in Karlsruhe, wenn ja, wie sind die Erinnerungen?

Ich war öfter in Karlsruhe und meine Erinnerungen sind durchweg positiv. Das erste Mal war 1996, zum Beispiel, HipHop-Jams mit dem damaligen Duo Horsemen. Als Flo Mega habe ich auch schon in Karlsruhe gespielt. Grundsätzlich bin ich gerne und schon lange Gast in Baden-Württemberg. Alles, was an Frankreich grenzt, macht mich happy.

 

 

Ich bin ja ein Fan alter Stax- und Motown-Platten, hat diese künstlerisch starke Zeit auch Einfluss auf dich?

Natürlich. Hatte es immer, durch das Faible meines Vaters für diese Musik. Durch die Jahre des HipHop, dem Sampling, klar. Mittlerweile künstlerisch nicht mehr so stark, aber ich kann sagen, dass es die wichtigen Schlüsselmomente waren, als ich diesen Sound einmal für mich entdeckt hatte. Und wenn du mich auf einer Party triffst, dann ist es eine Funk-n-Soul-Fete mit fetten Struts. Die Stimmung ist immer genial und analog.

"Filmriss" ist mein absoluter Lieblingssong von dir - obschon von 2010 - was bedeutet der Track für dich?

"Filmriss" ist auch mein absoluter Lieblingssong. Er bedeutet eine Richtung, die ich längst hätte weitergehen sollen. Und das wird auch noch passieren. Ich glaube sogar, dass ich mit diesem Song eine neue Wahrnehmung für - sagen wir deutschsprachigen - Soul im Allgemeinen mitgestaltet habe.

Schließlich die Frage aller Fragen: Was ist die Lieblings-Scheibe aller Zeiten?

Grundsätzlich eine oft gestellte und für mich nicht zu beantwortende Frage. Denn es gibt in dieser Welt voller Hülle und Fülle einfach nie nur das Eine. Mal ist es eine HipHop-Scheibe wie "Broken Combs" von Dread Scott, dann wieder Pink Floyd und plötzlich ist es Elbow. Dann Bobby Humphrey/Blackbyrds et cetera. Für mich eine Frage, die ich nicht so einfach beantworten kann.

Termin: Donnerstag, 9. Mai, 20 Uhr (Beginn), Substage, Karlsruhe

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