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Karlsruhe "Blut muss fließen": Jubez zeigt Neonazi-Konzerte im Film

Im Rahmen der "Karlsruher Wochen gegen Rassismus" wird am Dienstag, 19. März, der Film "Blut muss fließen - Undercover unter Nazis" gezeigt. Die Vorführungen beginnen um 15 Uhr und 19.30 Uhr im Großen Saal des Jubez am Kronenplatz, wie die Stadt in einer Pressemitteilung ankündigt.

Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Skinheads toben und die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi-Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender hineinwagt.

40 Undercover-Drehs auch im Ausland

Sechs Jahre später hat er rund 40 Undercover-Drehs hinter sich, auch in Ländern jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied begegnet ihm auf seiner "Konzerttournee" immer wieder: "Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik?". Hochbrisant ist das Material, das Thomas Kuban im Lauf der Jahre zusammengetragen hat - einzigartig in Europa, wahrscheinlich sogar weltweit.

Der Film "Blut muss fließen - Undercover unter Nazis" wurde 2012 auf der Berlinale gezeigt und belegte den 2. Platz des Alternativen Medienpreises 2012. Zur lokalen Situation berichtet ein Berater gegen Rechtsextremismus über neonazistische Aktivitäten und Konzerte in Karlsruhe. Im Rahmen des vom Stadtjugendausschuss Karlsruhe getragenen Projekts "kompetent vor Ort" berät und unterstützt er in der Region. Der Eintritt ist frei.

Das gesamte Programm gibt es in einer Broschüre und im Internet unter www.karlsruhe.de oder www.wochen-gegen-rassismus-karlsruhe.de.

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  •   Kanalpirogel
    (321 Beiträge)

    19.03.2013 00:59 Uhr
    Es ist doch...
    erbärmlich, dass hier gleich der erste Beitrag wieder ein empörter "Und dann wird man gleich als N.azi beschimpft!"-Ausruf ist. In dem Film geht es um Konzerte von rechtsextremen Bands, ja, tatsächlich N.azi!-Bands. Nicht um Pro NRW, nicht um Salafisten, nicht um Islamkritik oder Asylpolitik. Es geht um Verherrlicher der NS-Verbrechen, um Neonazis, um Rassisten und Antisemiten. Es gibt nur wenige so Mutige wie den Filmemacher. Seiner Arbeit gehört der größte Respekt. Aber die rechten Apologeten hier können ja keine Sekunde ruhig bleiben, ohne gleich wieder zu relativieren und "Ja, aber die und die auch!" zu rufen. Mannmann... hier geht es nicht um irgendwelche politisch korrekte Geißelung demokratischer Meinungen rechts der Mitte, sondern um die Rechtsaußen-Szene.
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  • unbekannt
    (14337 Beiträge)

    19.03.2013 21:24 Uhr
    Ja, gell...
    ist immer wieder das Gleiche. Geht es z.B. um den Islam und Kritik wird laut, kommt gleich: Aber die Christen! Ja, aber die und die auch zwinkern
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  •   Kanalpirogel
    (321 Beiträge)

    19.03.2013 23:01 Uhr
    Ich hab jetzt mal
    ein paar Seiten des Moscheethreads hier überflogen. Hab da nirgends was gefunden, wo als Verteidigung des Islams über Christen geschimpft wird. Es ist einfach kontraproduktiv und erbärmlich, wenn Arbeit gegen stramm rechts sofort niedergemacht wird mit dem Verweis: "Ja, aber dann auch gegen die!" Bzw. erst mal: "Boah, die Gutmenschen diffamieren aber auch echt jeden als Natsi!" Es geht eben bei dem Film nicht um einfach nur rechts der Mitte stehende Meinungen, sondern um Rassenhass, NS-Verherrlichung usw. Himmelweiter Unterschied...
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  • unbekannt
    (14337 Beiträge)

    19.03.2013 23:47 Uhr
    Ich meinte nicht
    den Moscheethread, obwohl da auch Vergleiche mit Kirchen angesprochen werden. Ich dachte eher an einen Artikel wie diesen hier um bei der jüngeren Zeit zu bleiben.
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  •   Kanalpirogel
    (321 Beiträge)

    20.03.2013 00:04 Uhr
    So lobe ich mir das.
    Behauptungen mit Beispielen untermauern, gut. In der Sache haben manche da eigentlich schon recht: Christliche Extremisten sollten genauso ausgewiesen bzw. eben eingebuchtet werden. Das "Problem" ist nur, dass es (jedenfalls bei uns) nur ganz wenige christliche Hassprediger, bzw. Leute, die tatsächlich gegen die FDGO agitieren, gibt. Aber das gehört eben eigentlich in den anderen Thread...
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  •   till
    (930 Beiträge)

    18.03.2013 22:46 Uhr
    Hilfe
    auch noch ein verspießtes Buchhalterchen.
    Bitte aus dem Kontext heraus zitieren und nicht aus dem Zusammenhang reißen.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    19.03.2013 06:48 Uhr
    Welcher
    Kontext wäre denn für solche Äußerung passend?

    Wann macht es Sinn, Frauen als einize Kompetenz Heimarbeit und Sex zuzugestehen?
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  •   silberahorn
    (9979 Beiträge)

    19.03.2013 08:13 Uhr
    Ich weiß zwar auch nicht in welchem Zusammenhang das gemacht wurde und mische mich mal ein.

    Es stimmt wohl, dass es so geschrieben ausgesprochen angriffslustig wirkt. Weiß ich aber, ob es nicht in irgendeinem Kontext geschah, in dem Männerverhalten kritisiert wurde? - also als Antwort in gleichem Stil.

    Es ist jedenfalls seltsam, wenn hier jemand alte Textstellen zitiert nur um zusammenhanglos jemanden als Rassisten hinstellen zu können. Ich als Frau mag auch nicht alle Frauen, Tabea kenne ich nicht - dürfte ich sie verbal häkeln schicken?

    Den Xanthippe Award für März 2013 bekommt -> -> noch offen.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    19.03.2013 08:38 Uhr
    Das Angriffslustige
    ist nicht das, was stört. Es ist das Frauenbild, welches hinter solch einer Äußerung steht. Und das von einem unsrer Obermoralapostel, das sollte einem zu denken geben.
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  •   silberahorn
    (9979 Beiträge)

    19.03.2013 08:20 Uhr
    Tor
    ist mein Lieblingswort, das Männer ständig falsch verstehen. zwinkern
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