Baden-Baden Festspielhaus Baden-Baden: Saisoneröffnung mit den Wiener Philharmonikern

Kultur-Freunde können sich freuen, im Festspielhaus Baden-Baden geht es musikalisch wieder los. Die Saison 2018/2019 beginnt in Baden-Baden prominent: Die Wiener Philharmoniker begrüßen das Publikum am 27. September um 20 Uhr. Dirigent des sinfonischen Abends ist Herbert Blomstedt.

Die Saison ist durchaus eine besondere: Im Sommer 2019, am Ende der Spielzeit, geht Intendant Andreas Mölich-Zebhauser nach 21 Jahren "von Bord" (ka-news berichtete).

Das Eröffnungskonzert seiner letzten Saison steht in der Tradition der fruchtbaren Zusammenarbeit mit den besten Orchestern der Welt in den vergangenen zwei Dekaden. Die Wiener Philharmoniker kamen und kommen immer wieder gern nach Baden-Baden und wurden hier 2014 mit dem Herbert-von-Karajan-Musikpreis ausgezeichnet.

Dritte Sinfonie von Berwald Festspielhaus-Premiere

Diesmal bringen sie nicht nur einen ihrer Lieblingsdirigenten mit, sondern auch zwei bedeutende sinfonische Werke, von denen eines nur sehr selten zu hören ist: Bei der dritten Sinfonie von Franz Berwald handelt es sich sogar um eine Festspielhaus-Premiere. Auf Berwalds Musik folgt Anton Dvoráks siebte Sinfonie.

Der 1927 in den USA geborene Schwede Herbert Blomstedt zählt zu den bedeutendsten Dirigenten der Gegenwart. Nach Chefdirigaten bei verschiedenen skandinavischen Orchestern, der Staatskapelle Dresden, beim San Francisco Symphony-Orchester, dem NDR-Sinfonieorchester und dem Gewandhausorchester Leipzig tritt Blomstedt heute bei den besten Orchestern der Welt als gern gesehener Gastdirigent auf.

Ein Botschafter für Berwald

Als Schwede ist es für Blomstedt "Ehrensache" für seinen Landsmann, den Romantiker Franz Berwald (1796-1868), einzutreten. Dieses Engagement ist umso gewichtiger, handelt es sich bei ihm um einen hoch originellen Sinfoniker. Seine Musik geht zwar von Beethoven aus, wirkt jedoch für ihre Zeit äußerst modern.

In einigen Punkten, etwa der fortschrittlichen Instrumentation, geht er weit über seine deutschen Zeitgenossen Schumann und Mendelssohn hinaus. Dass Berwald bis heute kaum aufgeführt wird, ist also ein kaum entschuldbares Versäumnis, dem Blomstedt wie die Wiener Philharmoniker nun entgegentreten.

"Sinfonie singulière" in C-Dur noch die bekannteste

Von dessen vier Sinfonien ist die nun erklingende dritte, die "Sinfonie singulière" in C-Dur von 1845, noch die bekannteste. Ihrem Titel "die Einzigartige" wird sie an vielen Punkten gerecht. Unter anderem weist sie den Weg in den musikalischen Impressionismus – und dies "in einem schwungvoll optimistischen Gestus".

Es ist ein müßiger Streit, welche der drei letzten Sinfonien von Dvorák die beste sei. Meisterwerke sind sie wohl allesamt. Für seine siebte Sinfonie in d-Moll (1885) ließ sich der böhmische Komponist von der Musik seines Freundes und Förderers Johannes Brahms anregen. Dennoch ist das Werk völlig eigenständig, ja, Dvoráks siebte Sinfonie gilt als eine der bedeutendsten Sinfonien überhaupt.

www.festspielhaus.de

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