Karlsruhe Fast 40.000 Besucher: "Ausnehmend gute" Schlossfestspiele Ettlingen neigen sich ihrem Ende entgegen

Die Veranstalter ziehen ein durchweg positives Fazit: Über 80 Prozent der Plätze bei den Veranstaltungen waren verkauft. Damit kann sich der bisherige Intendant Udo Schürmer mit einem guten Ergebnis verabschieden.

Mit einer letzten Vorstellung des Musicals "Chicago" gehen am Samstag, 11. August, nach 97 Veranstaltungen in elf Wochen, die diesjährigen Schlossfestspiele Ettlingen und ihre Jubiläumsspielzeit zum 40-jährigen Bestehen zu Ende. Sie erreichten insgesamt 39.136 Besucher.

Wieder einmal war es das Musical, das in diesem Jahr die größte Besucherzahl verzeichnen konnte. 16.257 Zuschauer waren hierbei zu verzeichnen. Das sind zwar 1.762 Besucher weniger als beim Kult-Musical "The Rocky Horror Show" 2017, aber 2.844 mehr als bei Andrew Lloyd-Webbers "Sunset Boulevard" 2016. Spitzenreiter im Bereich Musical bleibt nach wie vor "Aida" (2012) mit 19.155 Besuchern.

Mit 6.228 Besuchern lagen die Zahlen bei der ernsthaften Shakespeare-Komödie "Der Kaufmann von Venedig" weit über den Schauspiel-Produktionen der Vorjahre und belegen die Aussage des scheidenden Intendanten Udo Schürmer, dass "wer größer produziert auch mehr Zuschauer hat". ("Lysistrata" (2017): 4.045 und "Der zerbrochene Krug" (2016): 4.503.)

Gute Zahlen für "Das kleine Gespenst"

Auch das Kinder- und Familienstück "Das kleine Gespenst" konnte mit 8.874 verkauften Karten mehr Zuschauer in den Schlosshof locken als die Kinderstücke der Vorjahre ("Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" (2017): 8.707 und "Der kleine Ritter Trenk" (2016): 7.784.)

Ettlingens OB Arnold verabschiedet Udo Schürmer und Barbara Fleck
Ettlingens OB Arnold verabschiedet Udo Schürmer und Barbara Fleck | Bild: Toby Frei

Zum Jubiläum waren als Eigenproduktionen die Schlager-Revue "Immer wieder sonntags" sowie eine Musical-Gala ins Programm aufgenommen worden, die den Festspielen 3.746 Zuschauer bescherten. (Revue: 2.347 und Musical-Gala 1.399.)

2018 insgesamt 39.136 Besucher

Inklusive der Besucher aller Sonderveranstaltungen, Gastspiele, Konzerte, Lesungen, Jugendstücke und der Programme mit kulinarischen Genüssen wurden 2018 insgesamt 39.136 Besucher gezählt. Damit überholt die Spielzeit die überaus erfolgreiche Spielzeit 2017 um 3.358 und das Jahr 2016 sogar um 9.344 Besucher. Die Gesamtauslastung 2018 lag bei 83,78 Prozent.

Der Publikumspreis für den beliebtesten Darsteller beziehungsweise die beliebteste Darstellerin, der "Kurt-Müller-Graf Preis" ging in diesem Sommer wieder an das Musical und zwar an Maria-Danaé Bansen für ihre Rolle als naive karrierebewusste Mörderin Roxie Hart in "Chicago".

"Der Kaufmann von Venedig" mit großem Zuspruch

Alle Produktionen kamen in diesem Sommer "ausnehmend gut" an, so die Veranstalter, und bescherten dem Intendanten Udo Schürmer, der in diesem Jahr neben dem Musical auch das Schauspiel inszeniert hatte, zum Abschluss seiner zwölfjährigen Intendanz beste Zahlen. Das Musical "Chicago" mit seiner herausragender Besetzung, einer frechen Inszenierung und grandiosen Choreografien wurde allabendlich frenetisch gefeiert.

Nach Jahren unterschiedlich angenommener Produktionen im Bereich Schauspiel erfreute sich das vorab viel diskutierte Shakespeare-Stück "Der Kaufmann von Venedig" großen Zuspruchs. "Das kleine Gespenst" "begeisterte mit seiner Spiellaune und Virtuosität" kleine und große Zuschauer. Zwei Gastspiele konnten auswärts gespielt werden: "Der Kaufmann von Venedig" begeisterte bei den Klosterfestspielen Adelberg und die Schlager-Revue in Neuwied.

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