Rheinstetten Die Messe wird zum Museum: art Karlsruhe geht in die 15. Runde

Die art Karlsruhe geht 2018 bereits in die 15. Runde, ein Ende ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, es bleibt im Umfeld von Klassischer Moderne und Gegenwartskunst weiter und überaus spannend!

Zur 15. Ausgabe der Kunstmesse präsentieren sich unter dem Slogan "Kunst. Raum. Emotion." 215 national sowie international renommierte Galerien aus 15 Ländern in den Karlsruher Messehallen, 44 der Aussteller sind neu bei der art. Aus dem Ausland kommen 53 Aussteller nach Rheinstetten, es werden 20 Skulpturenplätze und 192 One-Artist-Shows gezeigt, flankiert von einem vielseitigen Rahmenprogramm und den (schon) traditionellen und namhaften Sonderausstellungen.

Das Konzept der art Karlsruhe ist einzigartig und trägt Jahr für Jahr seine Früchte, wie Messechefin Britta Wirtz betont: "Es ist die Tatsache, dass die art Karlsruhe das komplette Spektrum der Kunst des 20. Jahrhunderts zeigt, obendrein durch jüngste Werke aus den Ateliers flankiert, die dazu beiträgt, dass der Messe-Rundgang auch als anregender Spaziergang durch die Kunstgeschichte empfunden werden kann."

PK Art Karlsruhe 2018
Bei der Pressekonferenz zur art Karlsruhe wird das umfangreiche Programm vorgestellt. | Bild: Julia Zok

art-Sonderschau der Sammlung Frieder Burda

Und der Blick in die Künstlerliste zeigt es: Die art Karlsruhe 2018 präsentiert noch mehr Werke der Klassischen Moderne als jemals zuvor. Keiner der Großen, die im vergangenen Jahrhundert unbestritten Kunstgeschichte geschrieben haben, scheint zu fehlen.

Auf der Sonderschau der art Karlsruhe 2018 präsentiert das Museum Frieder Burda elegant wirkende Räume, mit denen die persönliche Atmosphäre eines privaten Sammler-Salons geschaffen wird. In einzelnen, erlesen eingerichteten Bereichen, die zum Verweilen und Entschleunigen einladen, treten hochkarätige Kunstwerke aus der Sammlung Frieder Burda in einen spannenden Dialog und erzählen in einem konzentrierten Querschnitt die Geschichte von der "l'amour fou pour l'art" des Sammlers aus Baden-Baden.

Einblick in das Programm der Aussteller

Museumsdirektor des Frieder Burda Museums, Henning Schaper, äußert sich zum Auftritt auf der art Karlsruhe: "Kunstmessen sind Knotenpunkte des Austauschs und der Wahrnehmung. Auch wenn das Verhältnis zwischen Kunstmarkt und Museumsarbeit immer wieder kritisch auf dem Prüfstand steht: Kunst sammeln hat zunächst einmal mit Kunst kaufen zu tun. Umso mehr freuen wir uns, nun mit einigen ausgewählten Highlights unserer Sammlungstätigkeit auf der Messe Karlsruhe präsent zu sein."

Der Kurator der art Karlsruhe, Ewald Karl Schrade, erklärt: "Die art Karlsruhe hat von Beginn an darauf Wert gelegt, konzeptionell bestimmten Zeiten künstlerischen Schaffens verpflichtet zu sein. Wie wir im Wesentlichen die Malerei und die Bildhauerei promoten, so achten wir auch darauf, dass die zeitliche Abgrenzung von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst erfolgt. Wir sind bemüht, aus dieser Zeit ein möglichst breites Angebotsspektrum zusammenzustellen – vom klassischen, deutschen Expressionismus über Informel, Zero und Pop bis hin zu allerjüngsten Positionen."

Kubisten wie Braque und Picasso vertreten

Dies zeigt sich im Programm der Aussteller: So sind beispielsweise Kubisten wie George Braque und Pablo Picasso vertreten. Außerdem werden Bilder von Surrealisten wie Salvador Dalí und Max Ernst zu sehen sein. Von Pierre-Auguste Renoir über Lovis Corinth und Max Beckmann bis zu Joan Miró. Obendrein bietet die kommende art Karlsruhe spezielle Positionen.

Die Galerie Thole Rotermund (Hamburg) wird Bilder von Karl Hofer mitbringen, ebenso Galerie Rudolf (Kampen/Sylt). Der Kunsthandel Hagemeier (Frankfurt) kündigt George Grosz an, und St. Gertrude (Hamburg) setzt auf Hannah Höch (alle in Halle 3). Einige Aussteller überraschen mit Arbeiten von Bildhauern der Klassischen Moderne, beispielsweise mit Ernst Barlach und Käthe Kollwitz (bei Koch-Westenhoff, Lübeck, Halle 3). Auch der Expressionismus verspricht viel: Emil Nolde wird von fünf Galerien vertreten, Ernst Ludwig Kirchner von sechs.

Kunst der Zero-Bewegung auf der art Karlsruhe

Seit vielen Jahren gehört auch die Kunst der Zero-Bewegung zu den auf der art Karlsruhe stark vertretenen Kunstrichtungen. Hier verspricht mit Stockebrand + Uekermann ein Galerien-Neuzugang ein spannendes Programm: Den Fokus ihrer Präsentation legen sie unter anderem mit einer One-Artist-Show auf den Zero-Künstler Leo Erb, neben Arbeiten von Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker.

Darüber hinaus berichtet Galeristin Sina Stockebrand: "Auf der art Karlsruhe zeigen wir eine Auswahl quer durch die deutsche Kunst des 20. Jahrhunderts. Durch die Kombination einzelner Positionen ergeben sich spannende und überraschende Dialoge. Das Ganze mit einem gut überlegtem Standbau interessant inszeniert und 'garniert' mit etwas selteneren Werken zum Beispiel von Georg Karl Pfahler und Kuno Gonschior. Aber auch Arbeiten von Imi Knoebel haben wir mit im Gepäck."

"ContemporaryArt 21" in der dm-arena/Halle 4

Auch im Bereich der informellen Kunst, der ungegenständlichen Nachkriegskunst, werden die Aussteller Werke bieten. Allein vom kürzlich im Alter von 103 Jahren verstorbenen Karl Otto Götz sind Dutzende von Arbeiten angekündigt, da insgesamt vier Aussteller auf die gestische Malerei des prägenden Künstlers setzen. Ebenfalls bei vier Galerien zu sehen ist einer seiner prominentesten Schüler: Gerhard Richter.

"ContemporaryArt 21" zeigt die dm-arena/Halle 4, dort wird auch 2018 eine hohe Konzentration jüngster Kunst zu entdecken sein. Viele der ausgestellten Werke holen die Galeristen erst kurz vor Messe-Beginn aus den Ateliers.

Termin: 22. bis 25. Februar, Messe Karlsruhe, Rheinstetten

www.art-karlsruhe.de
www.facebook.com/artkarlsruhe

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